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Crowdfunding

In diesem Bereich werden nach und nach verschiedenste Informationen zum Thema Crowdfunding hinterlegt. Zum Beispiel findet sich hier eine Übersicht über die derzeit relevanten Crowdfundingplattformen mit einer kleinen Übersicht über deren Vor- und Nachteile.

Kickstarter

Kickstarter ist die aktuell größte Crowdfunding-Plattform und sozusagen der Vorreiter dieser neuen "Bewegung". Seitdem auch Brettspiele bei Kickstarter finanziert werden, ist die Seite für viele Spieler zu einem der Hauptanlaufpunkte in Sachen Brettspielen geworden. Fast täglich werden neue Projekte gestartet - mal gute und mal weniger gute. Aktuell geht der Trend von immer mehr Unternehmen dahin einen Teil ihrer Spiele ausschließlich über Kickstarter laufen zu lassen. Dies spart insofern Zwischenhändlerkosten und ermöglicht eine risikofreie Vorfinanzierung. Viele Spieler sehen diese Entwicklung als kritisch an. Es gibt aber auch einige Befürworter dieses Trends.
Bei Kickstarter wird die Kreditkarte erst belastet, wenn das Projekt auch tatsächlich erfolgreich "gefunded" wurde. Bei Übertreffen der Funding-Summe werden diverse Stretchgoals freigeschaltet, welche in ihrer Form und Anzahl von Projektersteller zu Projektersteller stark variieren kann. Meistens werden Komponenten des Basisspiels aufgewertet oder kleine Mini-Erweiterungen hinzugepackt. Teilweise ist dem Geldausgeben nach oben keine Grenzen gesetzt.
Problematisch für Europäer ist derzeit der Fakt des Zolls und der Versandkosten bei Kickstarter, da der große Teil der Projekte in Amerika produziert und auch von dort versendet wird. Oftmals steht man somit vor einer recht hohen finanziellen Hürde und muss abwägen, ob diverse "Kickstarter-Exlusives" lohnenswert sind. Dabei muss einem aber auch stets bewusst sein, dass man mit seiner "Spende" ein Projekt als solches finanziert. Ohne diese würde ein Großteil der Projekte vermutlich nie das Tageslicht erblicken.


Spieleschmiede

Die Spieleschmiede ist  sozusagen das deutsche Pendant zur amerikanischen Crowdfundingplattform Kickstarter. Auch wenn man die bisherigen Projekte noch an beiden Händen abzählen kann, ist die Plattform gerade wegen der Qualität der Projekte beliebt.
Der große Unterschied zu Kickstarter ist, dass die Spieleschmiede zu den Happyshops gehört und somit in der Hand einer Firma, während Kickstarter ein unabhängiges Unternehmen ist, bei dem gewissermaßen fast jeder sein Projekt veröffentlichen kann und zum spenden aufrufen darf.
Bei der Spieleschmiede trifft der Inhaber die Entscheidungen, was aufgenommen wird und was nicht und muss dabei oftmals noch selbst an die Verlage herantreten.
Ein weiterer Unterschied ist die Form der Finanzierung. Bei der Schmiede zahlt man erst einmal für das, was man spenden möchte. Ist das Projekt nicht erfolgreich, dann muss man zunächst auf die Rückerstattung warten. Die Aufmachung der Projektseiten ist der von Kickstarter ähnlich, es gibt Stretchgoals und verschiedene Förderstufen, wobei die Gestaltung stets recht einheitlich nach den Vorgaben der Happyshops erfolgt. Einzigartig hierbei ist das obligatorische Vorstellungsvideo des hauseigenen Spieleerklärers.
Der bisherige Erfolg der Spieleschmiede bei der Finanzierung ihrer Projekte ist nicht zuletzt den recht gering gehaltenen Fördersummen zu verdanken.
Die Schmiede ist aber definitiv ein Anlaufpunkt für Crowdfundingsfans in Deutschland aufgrund der geringen Versandkosten.