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Dienstag, 23. April 2013

quroma - Denkspiel zum Mitnehmen

2 comments
Wer gerne mal dem "Gaming-Mainstream" entkommen will und dabei ein einfach zu erlernendes, aber trotzdem kniffliges Lernspiel mit schönen Komponenten sucht, der findet mit quroma von arte ludens eben ein solches Spiel. Der schweizer Verlag hat sich nämlich auf Holzspiele mit dem gewissen Etwas konzentriert und wurde mit quroma sogar für den Deutschen Lernspielpreis 2013 nominiert.

Spielverlauf und Spielziel

In quroma versuchen 2-4 Spieler in ca. 20-30 Minuten eine größtmögliche Anzahl an Quartetten zu bekommen. Hierzu wird zunächst das Spiel, welches aus lediglich 48 farbigen Holzklötzen besteht, aufgebaut. Jeweils drei unterschiedlich farbige, gestapelte Steine bilden ein Spielfeld aus 4x4 Reihen. Ganz ohne Spielbrett.
Jedem Spieler stehen nun in seinem Zug genau drei Aktionen zur Verfügung, welche er aus zwei unterschiedlichen Aktionsmöglichkeiten frei kombinieren kann. Diese Aktionsmöglichkeiten sind "Schritt" und "Dreh". Bei "Schritt" darf der aktive Spieler den oben aufliegenden Stein auf einen benachbarten Turm auflegen, während er bei "Dreh" einen Turm wenden kann, sodass der zuvor unten liegende Stein ab sofort oben aufliegt.





Der Spieler versucht seine drei Aktionen so zu kombinieren, dass am Ende seines Zuges zwei farblich identische Steine direkt aufeinander liegen. Hat er dies geschafft, so nimmt er diese an sich. Schafft er es im Laufe des Spieles zwei weitere Steine dieser Farbe zu erlangen, bekommt er für dieses Quartett einen Siegpunkt. Dieses Vorgehen wird solange wiederholt, bis auf dem Spielfeld keine Türme mehr vorhanden sind, das heißt alle Steine einzeln auf dem Tisch liegen. Der Spieler mit den meisten Quartetten gewinnt.
Die einzigen Einschränkungen bei der Wahl der Aktionen sind, dass man keine Spielsituation herbeiführen darf, welche bereits zuvor bestanden hat. Ein Hin- und Herbewegen einzelner Steine ist somit verboten. Zudem muss der folgende Spieler mit einem Stein der Farbe beginnen, welche beim ersten "Schritt" des Spielers zuvor freigelegt wurde.

Resume

quroma besticht durch einfache Regeln, aber taktische Tiefe. Die Regeln sind zwar vermeintlich einfach und schnell erklärt, aber so manche Spielsituation verlangt dem aktiven Spieler ganz schön Gehirnschmalz ab. Besonders lobenswert sind die Komponenten von quroma. Die Packung ist randvoll gefüllt mit schönen, stabilen Holzsteinen und beschränkt sich dennoch auf das Notwendige. Es wird kein Spielbrett angeboten. Warum auch? quroma lässt sich dadurch überall und jederzeit schnell und bequem aufbauen und wird somit auch schnell zum Gefährten auf Reisen.
quroma ist zudem nicht umsonst für den Deutschen Lernspielpreis 2013 nominiert, denn es schult das Vorausdenken und die Optik. quroma ist somit einerseits ein Spiel für Leute, die sehr gerne über Spielsituationen grübeln und andererseits aber auch für Eltern, welche quroma nutzen können um ihren Kindern spielerisch räumliches Vorstellungsvermögen und "Kopfüberdenken" beizubringen.
Einziger kleiner Kritikpunkt ist die Farbwahl. Für Personen, welche Probleme damit haben ähnliche Farben auseinander zu halten, ist es bei quroma umso schwerer die Spielsituation zu überblicken. Hierbei wäre eine noch klarere unterschiedlichere Farbgebung wünschenswert gewesen.
quroma lässt sich sowohl mit zwei Spielern im Duell, als auch mit vier Spielern in Teams spielen. Die Anleitung wird sowohl in deutsch, als auch in französisch mitgeliefert.

Vielen Dank an arte ludens für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares


 

sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek.com bzw. vom jeweiligen Verlag (hier arte ludens)

Kommentare:

  1. Puh, und das Spiel zu viert?

    Da kann man ja Kaffee kochen gehen, wenn man mit seinem eigenen Zug fertig ist, denn bis die 3 anderen Grübler durch sind vergeht bestimmt eine Viertelstunde! *uff*

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    1. Zu viert wird in Teams gespielt. Die Zeit bleibt dadurch in etwa die gleiche. quroma zieht sich definitiv nicht in die Länge und ist in maximal 30 Minuten gespielt.
      Aber trotz allem eher ein 2-Spielerspiel.

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