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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Die Glasstraße - Flotte Knobelaufgabe mit Anspruch

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Andere schreiben über die Neuheiten der Spiel 2014 - ich schreibe heute über eine Neuheit der Spiel 2013. Warum? Ganz einfach weil ich echt spät dran bin mit meinem Probespielen. Es haben sich ganz einfach zu viele Neuheiten in meinen Spieleschrank verirrt, sodass eine Rezension zur Glasstraße von Uwe Rosenberg bis heute warten musste. Schlimm? Nö! Warum auch. Es ist nie zu spät ne gute Geschichte zu erzählen. Und vielleicht ist der Feuerland-Titel ja so manchem schon aus dem Gedächtnis gerutscht. Zeit für Auffrischung.


Die Glasstraße bietet auf den ersten Blick gewohnte Rosenberg-Kost. Was dem Feld seine Siegpunkte sind oder dem Teuber sein Catan, das ist halt dem Rosenberg sein Bauernhof. So richtig weg kommt er ja vom Landwirtschaftsthema nie. Dieses mal befinden wir uns im bayrischen Wald und versuchen Ziegel und Glas herzustellen. Das können wir wahlweise als Einzelkämpfer (mit einer interessanten Solovariante) oder als Gruppe von bis zu vier Spielern. Während wir unser ganz persönliches Stück Land roden, bewirtschaften und bebauen, haben wir nur eins im Blick - Siegpunkte. Hauptmotor dabei sind zwei herausstechende Mechanismen: Ressourcenumwandlung und Aktionskartenwahl.
Zugegeben: Gegenüber Spielen, bei denen ich vor dem ersten Spiel basteln muss, bin ich meistens schon mal recht skeptisch eingestellt. Bei der Glasstraße musste ich gleich mehrere Ressourcenräder zusammenstecken. Die stellen übrigens Ziegelbrennereien und Glasbläsereien dar. Is klar, ne? Was aber auf den ersten Blick recht nüchtern wirkt, entpuppt sich beim Spiel bald als geniales, vereinfachtes Ressourcenrad, was zeitgleich Anzeiger über den eigenen Vorrat und Umwandler in einem ist. Der Clou: Sammle ich je eine benötigte einfache Ressource, wird das Rad automatisch weitergedreht und eine neue wertvollere Ressource produziert (inkl. aktualisierter Anzeige des status quo). Clever und einfach gelöst. Das gefällt und imaginärer Facebookdaumen hoch.
Mechanismus 2 - der Aktionskartenmechanismus: Hier hoffe ich auf eine günstige Auslage meiner Mitspieler. Da die Anzahl der eigenen gespielten Karten so stark begrenzt ist, entsteht eine gewollte Aktionsknappheit. Gut nur, dass ich eine vorher ausgewählte Handkarte im Zug meines Mitspielers ausspielen darf, wenn dieser die gleiche Aktion wählt. Schon bald entsteht hier ein schönes Kopfkino. "Peter spielt bestimmt den Holzfäller!".... "Spielt Peter den Holzfäller?".... "Was wäre wenn Peter garnicht den Holzfäller spielt?" ... "Verdammt er spielt den Wasserträger?? Den Wassertträger???!". Und schwupps bin ich dabei den Zug meiner Mitspieler zu analysieren. Planung des eigenen Zuges scheint zwar wichtig, aber viel wichtiger ist das Erahnen der Züge meines Gegners.
Und so sammeln sich Ressourcen, Karten werden gespielt und Punkte gewonnen. Habe ich die riesige Kartenauslage erwähnt an Gebäuden? Ich meine die, bei der nichtmal jedes Spiel die Hälfte zu sehen ist und die für einen enormen Wiederspielreiz sorgt. Nein? Okay, die ist halt auch typisch Uwe. Nicht der Rede wert.


Die Glasstraße bietet große Strategie in ganz kleiner Zeit. Es ist erfrischend eine so schöne Denkaufgabe in so angenehmer Spieldauer zu bekommen. 20 Minuten pro Spieler treffen es da nämlich schon ziemlich gut. Und dennoch: Irgendwie fehlt immer ein Zug. Nur ein Zug! Dann wäre meine Maschinerie so richtig losgegangen. Aber so? Grad so eben durchgewurschtelt. Trotzdem hat´s Spaß gemacht. Und irgendwie ist es ja auch so viel schöner grad eben noch alles so halb fertig gestellt zu haben und Zug um Zug ums Überleben kämpfen zu müssen.
Die Glasstraße ergänzt das noch sehr kleine Spielekontingent von Feuerland gut. Gerade nach dem Einstiegshit Terra Mystica hatte ein zweiter Titel von Hause aus einen schweren Stand. Umso erfreulicher dafür, dass die Glasstraße diese schwere Aufgabe gemeistert hat.
Dennoch (und jetzt nicht falsch verstehen) ist die Glasstraße kein Strategiehit und vielleicht wird das Spiel auch nicht an Rosenberg-Klassiker wie Agricola, Bohnanza oder Caverna rankommen, aber gerade die sehr kurze Spieldauer macht Lust auf weitere Runden. Wer also mal eben Lust auf einen anspruchsvolleren Absacker hat, der ist hier durchaus gut aufgehoben - und das auch noch ein Jahr nach Erscheinen.





Die Glasstraße von Uwe Rosenberg
Erschienen bei Feuerland
Für 1 bis 4 Spieler in ca. 60 Minuten
Boardgamegeek-Link


Vielen Dank an Feuerland für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek oder dem jeweiligen Verlag (hier Feuerland)
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Sonntag, 26. Oktober 2014

Neu auf Kickstarter - 44. Kalenderwoche

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Kickstarter-Lektion Nummer 1: Mach was aus Deinem Video auf der Projektseite, denn es wird das erste sein, was ein möglicher Interessent sich anschaut. Merke dabei, dass auch mit geringen finanziellen Mitteln durchaus etwas passables und interessantes dabei rausspringen kann.
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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Meine Spiel 2014 - Ein ganz persönlicher Rückblick

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"Ich bin dann mal weg!" So sagte es ja bereits ein bekannter deutscher Entertainer vor einigen Jahren. Tatsächlich hat die Spiel in Essen und der Weg dorthin fast ja schon etwas pilgerhaftes. Unzählige Menschen aus unzähligen Ländern der Welt machen sich jedes Jahr auf den Weg zur größten Spielemesse der Welt. Ach was sage ich des Universums! Dabei konnte uns dieses Jahr nicht einmal die GdL mit ihrem Lokführerstreik stoppen. Mich ohnehin nicht - ich bin nämlich mit dem Auto gekommen. Ätsch! Ist ja auch viel entspannter, so ganz ohne Rollkoffer und vollen Tüten in der stickigen Bahn, dafür gemütlich auf der A3 vor Leverkusen im Stau stehen. Dabei ging das dieses Mal eigentlich. Und nach ca. 3h Fahrt waren wir dann auch endlich da - zu spät allerdings für Imperial Assault. Gut nur, dass ich erst daheim gelesen habe, dass es das überhaupt schon dieses Jahr auf der Messe im freien Verkauf geben sollte.

Die Messe war mal wieder ziemlich voll. Dabei scheint zu gelten: Donnerstag ist der neue Samstag, denn auch schon dort war es proppe voll. Es spricht sich wohl rum. Mein Plan: Nächstes Mal einfach alle austricksen und am Wochenende kommen. Denn wenn jeder denkt, dass am Wochenende viel los ist und dafür am Donnerstag kommt, dann habe ich am Samstag freie Fahrt. Aber mal ehrlich: Der Trubel gehört doch auch irgendwie dazu. Eine Messe ohne am Heidelberger Schnäppchengang an der nächstbesten Achselhöhle zu schnuppern, ist doch irgendwie so gar keine Messe, oder? Und irgendwie gehört auch das ewige Maurer-Dekolleté dazu, was die Blicke unweigerlich, wie die Gaffer bei einem Unfall auf der Gegenspur, anzieht. Sei´s drum!

Spiele gab es übrigens auch. Ganz viele. In irgendwelchen schlauen Statistiken habe ich gelesen, dass es über 850 Neuheiten gewesen sein sollen. Ich stoße ja jetzt schon an meine Grenzen im Spieleregal, also wo soll das denn bitte noch enden? Gut, dass ich mittlerweile vernünftig geworden bin und so konnte ich meinen Kaufrausch auf 10 Spiele inkl. Erweiterungen beschränken. Da ist also noch genug Budget für die ein oder andere Kickstarterkampagne übrig. Wieder was gespart! Gespielt auf der Messe selbst habe ich dieses Mal aber nicht. Das hing in erster Linie damit zusammen, dass ich nur einen Tag vor Ort war. Da blieb dann einfach keine Zeit zum Spielen. Dafür aber für den ein oder anderen Plausch mit dem ein oder anderen Designer oder Kollegen. Und somit kann ich nun voller Stolz verkünden der Inhaber eines der legendären Kuh-Comics von Ignacy Trzewiczek zu sein. Geht oder? Was ich viel bemerkenswerter finde, ist eigentlich, dass ich den Namen eben ohne vorher nachzuschauen fehlerfrei getippt habe. Dabei haben doch einige Experten sogar Probleme mit der bloßen Aussprache. Netter Typ übrigens. Super nett ist auch Johannes Sich, den ich dann auch endlich mal in natura kennenlernen durfte (hier hatte ich ihm schon mal ein paar Fragen gestellt). Ob er wohl gemerkt hat, dass ich in den "harmlosen" Plausch die ein oder andere investigative Frage zu möglichen Erweiterungen für sein Debut-Spiel La Cosa Nostra eingebaut habe? Das besagte Spiel konnte ich übrigens taufrisch am Freitagabend austesten. Super. Echt super! Soviel vorweg. Vielleicht folgt ja in den nächsten Wochen dann auch mal etwas ausführlicheres.

10 Titel sind es bei mir also geworden. Nichts spektakuläres, keine Geheimtipps. Die überlasse ich lieber den Experten. Aber ich verrate Euch trotzdem mal, was ich so gekauft habe:

  • La Cosa Nostra
Tolles, super thematisches Mafiaspiel. Wer, so wie ich, es liebt andere zu hintergehen (natürlich nur im Spiel...) und ohne Rücksicht auf Verluste auf Sieg zu zocken, der wird es lieben. Ganz zu schweigen vom traumhaften Artwork.

  • Terra Mystica Erweiterung
Terra Mystica gehört für mich zu den besten Eurospielen, die es gibt. Auch wenn ich noch nicht alle Völker des Grundspiels gespielt habe (wir ziehen immer Farben zufällig), bin ich super gespannt auf die neuen Rassen; und vielleicht ziehe ich dann ja auch mal was anderes als rot (nehmt´s mir nicht übel ihr Giganten).

  • Greenland
Der neue Phil Eklung war für mich eigentlich ein Pflichtkauf. Zudem brauche ich echt mal ein paar Spiele nur für drei.

  • Lost Legacy
Ich habe gehört, dass Spiele von Japon Brand echt begehrt sind. Da hab ich mir doch gleich mal eins vorbestellt. Außerdem liegt es voll im Trend Microgames zu kaufen.

  • The Walled City: Londonderry & Borderlands
Hatte ich schon lange ein Auge drauf. Josh Cappel ist zudem einer meiner Lieblingsgrafiker. Der saftige Preis von 50,00 EUR (ohne die angekündigten Promos) hat mich dennoch kurz überlegen lassen. Als dann aber der nette Verkäufer vom Schwerkraft Verlag meinte, dass er bei dem Preis am Spiel garnichts verdienen würde, da die Waren per Expressfracht nach Essen mussten (Zollprobleme), habe ich aber beschlossen ihm aus der finanziellen Notlage zu helfen und habe den "Fuffi" hingelegt.

  • Imperial Settlers
Ich bin großer Ignacy-Fan, daher Vorbestellung. Als ich "dem Meister" dann in bester Fanmanier Honig um den Mund geschmiert habe und ihn für sein literarisches Talent (siehe Boardgames that tell Stories) gelobt habe, kam er nicht drum herum mir einen Kuh-Comic auf den Schachteldeckel zu malen. So macht man das!

  • Corto Erweiterung
Corto steht ja schon seit Ewigkeiten auf meiner To-Do Liste für den Blog. Eigentlich wollte ich aber der Erste im deutschsprachigen Rezensionsraum sein, der eine Corto-Rezension verfasst (Leser-Aquise und so). Leider kam mir dann die Spielbox zuvor und jetzt ist das Spiel ein wenig auf der Liste nach unten gerutscht - dabei hat die Spielbox doch schon genug Leser. Trotzdem ein fantastisches Spiel mit tollen Komponenten. Die Erweiterung bringt einen zusätzlichen Comicstrip. Ich freu mich!

  • Samurai Spirit
Der neue Bauza. Artwork fantastisch. Habe ich dann auch gleich mal Freitag angespielt. Wir sind kläglich gescheitert. Erstes vorsichtiges Fazit: Knallhart aber vielleicht zu glücksabhängig?

  • Euphoria: Build a better Dystopia
Nun auch endlich auf deutsch. Habe ich auch schon gespielt. Ich kann jedem nur raten gut zu würfeln. Am besten sind Paschs. Dann sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Trotzdem beachtlich tiefes Thema in einem doch eher klassischen Euro-Gewand. Demnächst gibts hier vielleicht auch mal die volle Rezension.

  • Sons of Anarchy: Grim Bastards
Das Grundspiel ist ja schon irgendwie ziemlich nett. Die Jungs von GaleForce9 haben es halt echt drauf eine Lizenz würdig zu verwursten. Auf der Messe habe ich dann das Goodie der fünften Fraktion gesehen. Ganz versteckt in einem Karton hinter der Verkaufsfläche. Ein paar Gesprächsfetzen und ein paar mal unauffällig mit dem Presseausweis wedelnd später, hatte ich dann die Jungs irgendwie in meiner Tasche liegen. Praktisch.

Das soll mein Spiel 2014 Erlebnis in aller Kürze gewesen sein. Wie war es bei Euch?
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Sonntag, 19. Oktober 2014

Neu auf Kickstarter - 43. Kalenderwoche

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Ja ich war auch auf der Messe. Ziemlich inkognito aber. Kauftechnisch habe ich mich aber auch relativ gut zurückhalten können... naja wie man´s nimmt. Meine ganz persönlichen Messeerfahrungen gibts dann übrigens auch demnächst in einem extra Beitrag. Jetzt heißt es schließlich mal wieder: Neu auf Kickstarter. Und was ist da so neu?
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Sonntag, 12. Oktober 2014

Neu auf Kickstarter - 42. Kalenderwoche

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Messewoche. Trotzdem ein paar sehr interessante Projekte. Ab sofort wird es hier bis kommenden Montag auf dem Blog still. Ich bin nämlich voll im Messemodus. Vielleicht wird gelegentlich gezwitschert oder gefacebooked. Wer mir noch nicht folgt, hat nun also allen Grund. Und vielleicht sieht man sich ja mal im Getümmel. Over and out!
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