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Montag, 23. Mai 2016

Urlaub!

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Manchmal braucht man einfach mal ne Pause! Und aus diesem Grund wird es hier auf dem Blog bis zum 06.06.2016 Funkstille geben.
Auf den sozialen Netzwerken werde ich zwar vermutlich immer mal ein Lebenszeichen von mir geben, aber ein neuer Artikel erscheint hier dann nicht.
Macht Euch keine Sorgen. Beruflich drückts halt derzeit ein wenig, sodass ich für die zwei Wochen, bis ich aus dem gröbsten raus bin, einfach mal meine volle Aufmerksamkeit darauf  geben will!
Danach gehts weiter.
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Samstag, 21. Mai 2016

Piraten der 7 Weltmeere - Prima Piraten Packung

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Die Zahl 7 hatte schon immer eine Sonderstellung in der Geschichte der Menschheit. Primzahl, christliches Symbol, Glücksbringer und und und. Aber auch in der Piratenwelt genießt die 7 eine Sonderstellung. Wie etwa bei den Piraten der 7 Weltmeere oder aber auch beim bekannten Piratenlied "15 Mann auf des toten Manns Kiste" (15 = 2x7+1). Ihr bemerkt sicherlich: Das ganze hat System!


Umso ominöser ist es dann also auch, dass beim Erstlingswerk des Berliner Verlages 2Geeks je Runde auch eine der 7 Rollen gewählt werden muss. Aber mal ganz von vorne.
In Piraten der 7 Weltmeere übernehmen wir die Rolle von beutesüchtigen Piraten. Wir plündern Handelsschiffe, laden unsere eignen bis zum Mast voll mit Waren und verticken diese dann an die kauffreudigen Händler in den Häfen für Siegpunkte. Siegpunkte sind in dem Fall aber wohl unser erbeutetes Diebesgut. Denn nur so macht es Sinn, dass sich unsere Flotte mit zunehmender Siegpunktanzahl häppchenweise auf einsamen Inseln in den verdienten Piratenruhestand begibt.


In jeder Runde wählen wir also reihum eine von 7 Rollen, der wir einen Besuch abstatten. Mal ist es der Händler, dem wir unsere Waren verkaufen, mal ist es der Kartograph, der uns schicke neue Karten anfertigt und mal ist es der Schamane, der die gesamte Piratenwelt mit einem Fluch belegt. Besonders interessant wird es aber beim Kapitän, hinter dem sich ein flottes kleines Minispiel versteckt. Hier geht es nämlich darum eine Handelsflotte zu überfallen - und zwar mit Würfeln, welche lustigerweise unsere Piratenschiffe simulieren. Hat dann schlussendlich jeder seine Flotte entsandt, werden sämtliche Würfel in den Spielkarton geworfen, der dann zur karibischen See mutiert. Die Handelsschiffe knallen sodann gleichstarke oder schwächere Piratenschiffe ab und alle Überlebenden Piraten erbeuten Waren. Verstanden? Ay, ay Kapitän! Wunderbar...
So schließt sich der kleine Wirtschaftskreislauf in Die Piraten der 7 Weltmeere. Kapitän bringt Waren, Händler kauft Waren an, Inselbewohnerin kontrolliert Hafenangebot. Das Mini-Wirschafts-system ist albtbekannt aus vielen anderen Spielen und funktioniert.


Die Piraten der 7 Weltmeere schippert so ein klein wenig zu Unrecht unter dem Spieleradar hindurch. Denn dahinter versteckt sich eigentlich ein pfiffiges und flottes Spiel mit liebevollen Komponenten und Mechanismen, die so gut zum Thema passen, wie Grog, 3-köpfige Affen und Wortduelle zur Piratenwelt (zumindest spätestens seit Monkey Island). Allein die Mitbenutzung der Spielepackung ist klasse und gut integriert. Das Minispiel für die Beutezüge schafft Abwechslung. Noch dazu fühlt es sich einfach klasse an, wenn man große Mengen an Würfeln in eine Schachtel werfen kann. Hach, Ihr merkt ich komme ins Schwärmen! Warum auch nicht? Die Piraten der 7 Weltmeere macht einfach Laune. Es nimmt das Piratenthema nicht allzu ernst und schafft dadurch eine gewisse Leichtigkeit - ohne aber dabei eine thematische Umsetzung der Mechanismen vermissen zu lassen. 
Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt aber beim Duell doch: Das Abmessen der Distanzen zwischen den einzelnen Schiffen kann unter Umständen etwas fummelig werden. Zwar hat das Spiel selbstverständlich ein erstklassiges Piratenlineal mit an Bord, aber so ein bisschen antiklimatisch wirkt es dann doch, wenn plötzlich die Lesebrille aufgesetzt werden muss, um zu schauen, ob jetzt grün oder rot versenkt wird.

Das war kurz und knackig, oder? Einseitig wars irgendwie auch. Was soll´s. Die Piraten der 7 Weltmeere ist einfach gut. Aus, Ende, Arrrrr! (ich hatte das Gefühl, dass eine Rezension ohne typischen Piratengeräusche irgendwie unthematisch wäre).


Piraten der 7 Weltmeere von Oleksandr Nevskiy und Oleg Sidorenko 
Erschienen bei 2Geeks
Für 2 bis 4 Spieler in ca. 60 Minuten
Boardgamegeek-Link

Vielen Dank an 2Geeks für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek oder dem jeweiligen Verlag (hier 2Geeks)
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Montag, 16. Mai 2016

Neu auf Kickstarter - 20. Kalenderwoche

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Diese Woche gibts wieder neue Kickstarternews. Ich weiß, Ihr habt es alle vermisst. In Kürze? Zwei Neuauflagen und eine Lizenz.

Darkest Night: 2nd Edition
Und schwupps da gibts mal wieder eine neue Version von einem Victory Point Games Spiel auf Kickstarter. Der kleine Verlag aus den Staaten nutzt die Crowdfundingplattform seit längerer Zeit um alte Spiele aus ihrem sortiment mit verbesserten Materialien wieder auf den Markt zu bringen. Der Erfolg der vergangenen Finanzierungen spricht für sich. Die Spiele sind fast alle unlängst kleine Geheimtipps unter den CoSim-Liebhabern und sind auch ansonsten recht schwer und teuer zu bekommen.
In Darkest Night: 2nd Edition kommt ein All-Time-Favorite des Verlags wieder auf die Bühne. Es geht um die Jagd nach einem bösen Nekromanten - kooperativ versteht sich.
Viel interessanter ist jedoch was neu ist? Natürlich verbesserte Counter und Spielkarten. Dazu ein echtes Spielbrett und (wenn man will) auch noch schicke Miniaturen. Alle Erweiterungen der ersten Version sind ebenfalls enthalten.
Jetzt habe ich die Qual der Wahl. Will ich nur das Spiel, zahle ich 109,00$ + Versand. Habe ich vielleicht schon die erste Version und will nur die Minis, zahle ich 59,00$. Will ich beides zusammen, muss ich 149,00$ + Versand berappen. Kein günstiges Vergnügen, aber habe ich etwas anderes erwähnt?
Bisher vom Fundinggoal erreicht: 100%

Vanuatu: 2nd Edition
Und gleich nochmal eine Neuauflage. Dieses Mal gibts die Neuauflage vom Inselspiel Vanuatu. Hierin dürfen wir ja bekanntlich einem Einheimischen zu Ruhm und Ehre verhelfen. Mich persönlich hat das Südseefeeling ja schon immer rein optisch mitgenommen. Umso blöder war es natürlich, dass das Spiel nicht mehr so gut erhältlich war. Der Kickstarter bietet jetzt eine neue Möglichkeit für schlappe 39,00 EUR inkl. Versand. Da sind auch die beiden Erweiterungen des Spiels enthalten. Interessant könnte der Griff zur zweiten Edition für Inhaber der ersten Version werden, wenn weitere Stretchgoals freigeschaltet werden. Da gibts dann weitere schicke Meeples und bessere Komponenten.
Bisher vom Fundinggoal erreicht: 100%

This War of Mine
Und jetzt gibts noch eine Computerspieladaption. Mit This War of Mine folgt ein Anti-Kriegs-Brettspiel seinem Computerspielvorbild. Thematisch befinden wir uns als Überlebende in einem Haus im Kriegsgebiet und müssen versuchen ums Überleben zu kämpfen. Das Ganze soll sehr thematisch aufgezogen werden und wird sicherlich seine Fans haben.
Bei all dem thematischen Flavor, der es mich schon in den Fingern jucken lässt, muss ich dennoch passen. Der Verlag ist mir völlig unbekannt. Bereits jetzt sind unzählige Stretchgoals freigeschaltet mit Zusatzmaterialien  angekündigt. Dazu das Thema Miniaturen. Ich rechne hier mit erheblichen Verspätungen in der Auslieferung und kann dann nicht einmal sicher sein, dass ich ein gutes Spiel erhalte. Wer es dennoch machen möchte, zahlt mindestens 50,00£ + Versand. Nach oben sind jedoch keine Grenzen gesetzt.
Bisher vom Fundinggoal erreicht: 100%

sämtliche Bilder sind von www.kickstarter.com bzw. vom jeweiligen Verlag (hier Victory Point Games, Quined Games, Awaken Realms)
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Mittwoch, 4. Mai 2016

Die Reise nach Morder und UGO! - Auf nach Mordor, ins Königreich der Kannibalen!

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Heute habe ich mal zwei Fillergames im Gepäck, die unterschiedlicher nicht sein könnten und deren einzige Gemeinsamkeit die Schadenfreude ist (mal mehr und mal weniger).

Der Herr der Ringe – Die Reise nach Mordor („die Reise“)
Ausgehend von den „harten Fakten“ ist die Reise mit seinen angesetzten 20 Minuten Spielzeit und dem reinen Würfelmechanismus ein gutes Fillergame für jeden Spieleabend. Aber passt hier das Wörtchen „gut“ auch wirklich rein?


Nach dem Öffnen der Packung strahlt einen neben der Anleitung ein wirklich ansprechend gestalteter Würfelblock, sowie die dazu passenden individuellen Würfel an. Das Spielprinzip ist auch schnell erklärt: Man muss es mit seinem eigenen Hobbit nach Mordor schaffen, bevor die Nazguls auf dem eigenen Zettel Mordor erreichen.
Während man seinen Hobbit nur selbst bewegen kann, werden die Nazguls von allen Spielern gesteuert. Des Weiteren gilt es auf dem Weg Orks auszuweichen. All das passiert mit farbigen Würfeln, die zu den Farben der Spieler passen. Sieger ist, wer zuerst Mordor erreicht bzw. am nächsten herankommt (sofern alle ausscheiden).

Im Spiel zu viert kommt immerhin eine gewisse Schadenfreude auf, da man immer versucht, die Nazguls auf die Mitspieler zu hetzen. Im Spiel zu zweit wirken alle Nichtspieler-Nazguls allerdings wie solche der eigenen Farbe, wodurch dieser Mechanismus fast komplett außer Kraft gesetzt wird. Hm.


Grundsätzlich steckt in dem Spiel eine nette Idee. Allerdings sprang bei mir der Funke nicht so wirklich über. Als alternativen „Spielmodus“ kann man außerdem die Zettel des Würfelblockes umdrehen. Dann hat jeder Ort, den man erreicht, noch eine bestimmte Funktion. Dies peppt das Ganze zwar geringfügig auf, aber nicht genug, um zum echten Dauerbrenner zu werden.
Durch die recht einfachen Regeln ließe sich das Spiel wunderbar mit jüngeren Kindern spielen, die daran mit Sicherheit ihre Freude hätten. Allerdings ist dafür das Setting des Spiels nicht wirklich geeignet. Schade.

Ugo!
Igo! Ego! Ago! Ogo! Udo! Nein, ich habe keinen Kannibalen verschluckt, sondern wollte Euch nur mit den Hauptstädten der fünf Königreich-Abschnitte von Ugo bekannt machen. Ugo ist im Grunde ein Stichspiel…und noch dazu ein wirklich spaßiges.


Ziel des Spiels ist es, nach vier Durchgängen die meisten Punkte zu bekommen. Diese Punkte erhält man, durch fünf verschieden farbige Ländereien, die man in den jeweils 10 Stichen pro Durchgang gewinnen kann. Dabei ist aber einiges an Taktik gefragt. Wer alles daran setzt, jeden Stich zu gewinnen, hat hohe Chancen das Spiel zu verlieren. Denn hier kommt der eigentliche Kniff bei Ugo zum Tragen:
Auf jedem der fünf eigenen Königreich-Abschnitte dürfen jeweils nur die Ländereien einer Farbe abgelegt werden. Die zuletzt gewonnene Länderei einer Farbe kommt immer oben auf und ist die einzige, die für die Punktwertung zählt. Ich brauche hier wahrscheinlich nicht zusätzlich erwähnen, dass es für jede Länderei Karten von 0 bis 8 gibt, tue es aber sicherheitshalber trotzdem. Außerdem muss man zusehen, dass jeder bebaute Königreich-Abschnitt von Bauern bewirtschaftet wird, sonst hagelt es Minus- statt Pluspunkte, und nicht zu knapp!

Mit seinen angesetzten 40 Minuten Spielzeit geht Ugo grade noch so als Fillergame durch und ist eine wirklich spaßige Bereicherung für jeden Spieleabend. Trotz der eigentlich simplen und schnell erklärten Mechanismen bietet es eine ausreichende taktische Tiefe und lebt vor allem von der Schadenfreude, wenn man einem eigenen Spieler grade eine 0 auf seine 8 verpasst hat oder ein anderer merkt, dass er in seinem Königreich-Abschnitt zwar eine unumstößliche 8 hat, aber die nötigen Bauern zum Bewirtschaften nicht mehr zusammenbekommt und somit sehr wahrscheinlich diesen Durchgang haushoch verlieren wird. In solchen Momenten kann man sich ein hämisches Kichern einfach nicht verkneifen.

Der Herr der Ringe: Die Reise nach Mordor von Michael Rieneck
Erschienen bei Kosmos
Für 2-4 Spieler in 20 Minuten
Boardgamegeek-Link
sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek oder dem jeweiligen Verlag (hier Kosmos)
Vielen Dank an Kosmos für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


Ugo! von Ronald Hoekstra
Erschienen bei Kosmos
Für 2-4 Spieler in 40 Minuten
Boardgamegeek-Link
sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek oder dem jeweiligen Verlag (hier Kosmos)
Vielen Dank an Kosmos für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
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Sonntag, 1. Mai 2016

Neu auf Kickstarter - 18. Kalenderwoche

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Dankbar bin ich immer für Hinweise, Tipps und Verbesserungsvorschläge. So merkte z. B. Kollege Peer vom erklärpeer.de richtigerweise an, dass es doch viel sinnvoller sei von Bisher vom Fundinggoal erreicht, als von Wahrscheinlichkeiten des Fundings zu sprechen. Daher heute die Abänderung.
Diese Woche habe ich folgende interessante Projekte gefunden. Habt Ihr noch was?

Saltlands
Post-Apokalyptische Spiele sind ja derzeit voll im Trend. Unlängst habe ich mich in einer der letzten BananaShakes dazu bekannt, dass ich den letzten Vertreter Waste Knights echt gut finde. Saltlands wirkt auf mich auf den ersten Blick nach einem ähnlichen Spielprinzip. Offene Welt mit klarem Fokus auf der Story und weniger auf den Mechanismen. Es gibt ein paar Miniaturen und ein nuklear-angehauchtes Grafikdesign.
Will ich nur das Basisspiel, zahle ich 50,00€ inkl. Versand. Will ich noch die Erweiterung dazu, zahle ich 16,00€ mehr. Für mich ein eher kostspieliges Projekt, vorallem, da ich mit Waste Knights zufrieden bin.
Bisher vom Fundinggoal erreicht: 80%

Tesla vs. Edison - Powering up!
Ich muss zugeben, dass ich das Grundspiel noch nicht gespielt habe. Das will ich aber schleunigst ändern, da mich erstens das Thema ziemlich anlacht und zweitens ich viel gutes darüber gehört habe. Ein Zeichen für letzteres ist wohl auch, dass mit Powering up! nun die erste Erweiterung auf Kickstarter finanziert wird. Diese ist eine recht umfangreiche, wenn man der Kampagnenseite glauben darf. Nicht nur, dass das Spiel auf einen 6. Mitspieler erweitert wird, es kommt auch ein persönliches Forschungslabor, historische Ereigniskarten und diverser anderer Kram dazu. Das Basisspiel wird ebenfalls neu produziert, war dieses doch restlos ausverkauft.
Will ich nur die Erweiterung, zahle ich kostengünstige 25,00$ plus Versand. Brauche ich noch das Grundspiel, muss ich 65,00$ plus Versand berappen.
Bisher vom Fundinggoal erreicht: 100%

Coup - Brazilian Art Edition
Hier geht es weniger um Kickstarterprojekt, sondern mehr um die Info. Das Spiel Coup kennt ja mittlerweile jeder. Es handelt sich hier um einen Vertreter der "Werwölfe-Spiele". Hier wird jetzt ein ganz besonderes Projekt angeboten - nämlich die Brazilian Art Edition. Diese wurde vom Künstler Weberson Santiago mit seinem ureigenen Stil versehen und spricht mich persönlich sehr an. Aber wie das mit Kunst halt so ist: Es ist Geschmackssache. Wer diese Edition in seiner Spielesammlung haben möchte muss 24,00$ inkl. Versand zahlen. Die beste Alternative ist wohl aber der Essen-Pick-up. Hierzu soll man garnicht an der Kampagne teilnehmen, sondern auf den darin enthaltenen Vorbestellerbutton klicken.
Bisher vom Fundinggoal erreicht: 100%


sämtliche Bilder sind von www.kickstarter.com bzw. vom jeweiligen Verlag (hier Antler Games, Artana LLC, Indie Boards and Cards)
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