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Sonntag, 25. Januar 2015

Neu auf Kickstarter - 5. Kalenderwoche

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Während ich schon dachte, dass die Conan-Kampagne echt immer teurer wird und das Spiel so langsam aber sicher durch die Decke geht, kommt einfach ein ganz anderes Spiel daher und toppt alles. Ganz ohne Miniaturen und nur mit Karten. Exploding Kittens knackt gerade alle Rekorde, die wohl jemals bei Brett- und Kartenspielen auf Kickstarter aufgestellt wurden. Hat es Euch auch infiziert?
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Mittwoch, 21. Januar 2015

The Battle at Kemble´s Cascade - Arcade Shooter auf´s Brett

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Naja eigentlich habe ich ne ganze Weile gebraucht um The Battle at Kemble´s Cascade in meinen Spieleschrank zu lotsen. So richtig sicher war ich mir nicht, ob hinter dem optisch so innovativ wirkenden Titel auch ein passables Spiel stecken könnte, oder ob es mehr so ein "Ganz netter Mechanismus, spannend zu beobachten, aber nix für die Dauer" -Effekt sein würde. Schon auf der Messe 2014 ist mir das Ding aufgefallen. Mitgenommen habe ich es aber dann doch nicht. Später dann bereut und endlich dann doch gekauft. Hat sich das Warten gelohnt?


Zugegeben: Wer steht nicht auf die alten Arcade-Shooter auf dem Atari oder in den Spielhöllen um die Ecke, in welche wir den Bärenanteil unseres monatlichen Taschengeldes gepumpt haben. So Dinger waren dann am Ende doch viel cooler als der All-time-Klassiker Pacman oder Tetris. Als es dann plötzlich irgendwann hieß "Es soll ein Brettspiel geben, welches genau diese Art von Spiel simuliert" war ich zunächst verwirrt. Erstaunt war ich dann aber wenig später, als ich gesehen habe wie The Battle at Kemble´s Cascade der Herzstück  - den Scrollmechanismus - aufs Spielbrett übertragen will. Also Helme auf, Laserkanonen auf 20 Grad und Feuer frei!


Wir sind Piloten eines eigenen Raumschiffes, was zunächst nur mit einer echt mickrigen Waffe und einem uralten Zielfernrohr ausgestattet ist. Während wir so durch die Galaxis fliegen, treffen wir auf gegnerische Raumschiffe, Wurmlöcher, Asteroiden, Alienrassen, Minibosse, schwarze Löcher, Händler, Singularitäten, Energiefelder [....] und schließlich sogar auf einen ultimativen Endboss, welchen es im finalen Kampf zu erledigen gilt. Ziel des Spiels nicht etwa zu überleben, sondern Siegpunkte zu sammeln. Und das im besten Fall besser als alle anderen Mitspieler. Von der Prämisse zu überleben, sollte man sich nämlich schon jetzt verabschieden. In The Battle at Kemble´s Cascade werden wir alle sterben! Früher oder später. Keine Sorge. Wir haben unendlich viele Zusatzleben.
Siegpunkte gibt es für allerlei. Erfüllte Missionen (z. B. schieße besonders viele Gegner in einem Zug ab), das Zerstören bestimmter Objekte in der Galaxie oder Schadenspunkte auf den Endboss. Die lukrativste und damit zugleich interaktivste Möglichkeit Punkte zu ergattern, ist jedoch das zerstören der Schiffe der Mitspieler. Stirbt nämlich ein Kandidat, bekommt jeder Gegenspieler mindestens zwei Siegpunkte. Habe ich besonders viel zur Zerstörung beigetragen, erhalte ich wertvolle Zusatzpunkte, welche am Spielende entscheidend sein können. Denn im Spiel gilt: Es zählt jeder Punkt!
Mechanisch ist The Battle at Kemble´s Cascade simpel. Nachdem eine Zugreihenfolge anhand von Initiativkarten bestimmt wurde, hat jeder Spieler in seinem Zug die Wahl zwischen einer Kampf- und Bewegungsphase oder einer Ausruh- und Kaufphase. Während man sich in erstgenannter bewegt und kämpft, kauft und ruht man sich in letzterer eben aus.... logisch, oder? Die Auswahl an neuer Schiffsausrüstung ist groß. Wähle ich den kampferprobten Flammenwerfer, der zwar günstig ist, aber nur auf kurze Distanz feuern kann? Oder wähle ich doch die teure Gammakanone, welche mal eben durch sämtliche Objekte in der ganzen Reihe feuert, aber dafür nur geringen Schaden austeilt? Kaufe ich den Generator, welcher es mir erlaubt länger zu kämpfen ohne sich ausruhen zu müssen oder doch lieber das erweiterte Zielfernrohr, welches mir das kostenlose Neujustieren der Bordkanonen erlaubt? Die taktischen Möglichkeiten sind nicht nur hier groß.


Was bleibt im Kopf bei The Battle at Kemble´s Cascade? Genau das, was ich in der Kurzzusammenfassung noch nicht erwähnt habe. Man soll nämlich das Beste zum Schluss nennen (alte Rhetorikschule) - der Scrollmechanismus. Das "Brett" besteht nämlich aus horizontal übereinander gelegten Pappschiebern, auf welchen die Galaxie in Form von Karten ausgelegt wird. Am Ende einer jeden Runde wird dann die unterste Reihe einfach abgeräumt, sich dort befindliche Spielerraumschiffe nach vorne geschoben und ganz oben eine neue Reihe angelegt. Genial! Nicht nur, dass es das Scrolling eines Computerspiels perfekt simuliert, sondern dadurch auch eine echte Innovation bringt. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Mechanismen im Brettspielsegment. Viele werden einfach nur erweitert, aufgefrischt oder verändert. The Battle at Kemble´s Cascade schafft jedoch mal eben so einen komplett neuen und noch dazu aus einem thematischen Ursprung heraus. Ich bin ehrlich begeistert!
Was jedoch dazu erleichtert ist, dass das Spiel auch in allen anderen Punkten überzeugen kann. Was zunächst die Angst schüren könnte, dass lediglich der Mechanismus trägt und dahinter eine echte Flaute stecken könnte, ist schnell ad acta gelegt, wenn man die ersten Partien hinter sich hat. The Battle at Kemble´s Cascade spielt sich schnell, fast in jeder Spielerkombination gleich stark (wobei mir die etwas interaktivere Konstellation mit entweder 3 oder 5 Spielern am besten gefallen hat) und bietet permanente taktische Entscheidungen. Wie positioniere ich mein Schiff um in den Folgezügen meine Energie perfekt zu nutzen? Wann ruhe ich mich aus? Macht es gerade jetzt Sinn möglichst früh in der Spielerreihenfolge zu sitzen oder kann ich warten?
Einziger Kritikpunkt sind die teilweise nicht immer gleich einfach zu erledigenden Missionen und Zwischenziele. Hier spielt zum Teil auch das Nachziehglück eine große Rolle (gerade beim Ziehen der Initiativkarten). Alles jedoch Kritikpunkte, die zu verschmerzen sind, wenn man die kurze Spieldauer und die thematische Dichte des Spiels betrachtet.


Alles in allem also ein echter Geheimtipp von mir für Euch von der Messe 2014! Hab ich eigentlich erwähnt, dass es riesige Endbosse gibt? Riiiiiiiiiiiiiiiiiesige Endbosse?? Und eigentlich gibt es noch so viel mehr, aber das findet Ihr am besten selbst raus, denn bei den klassischen Shootern war es doch auch immer am schönsten, dass man nicht wusste, was am Bildschirmrand lauert, oder?


The Battle at Kemble´s Cascade von Anders Tyrland und Olle Tyrland
Erschienen bei Z-Man Games
Für 1 bis 5 Spieler in ca. 75 Minuten
Boardgamegeek-Link


sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek oder dem jeweiligen Verlag (hier Z-Man Games)
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Sonntag, 18. Januar 2015

Neu auf Kickstarter - 4. Kalenderwoche

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Das Conan-Projekt geht übrigens gerade durch die Decke. So viel nochmal als Nachtrag zur letzten Woche. Aber auch diese Woche sind keine wirklich schlechten Spiele dabei. Ganz im Gegenteil. Vom Euro, übers Micro bis hin zum Ameritrash. Für jeden ist gesorgt. Steigt Ihr diese Woche bei einem Projekt ein oder ist das ganze Geld bereits in die Barbarenkampagne geflossen?
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Mittwoch, 14. Januar 2015

Sunrise City - In der Stadt der aufsteigenden Sonne

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Als gebürtiger und wohnhafter "Frankfurter Bubb" bekommt man genau drei Dinge mit in die Wiege gelegt. Und zwar die Liebe zum Äppler, zur Eintracht und zu Hochhäusern. Kein Wunder also, dass mich wegen letzterem Sunrise City förmlich angesprungen hat. Denn hier geht es endlich mal so richtig in die Höhe. Das hat übrigens auch vor einiger Zeit mal ein anderer Titel gemacht. Dort haben wir mit Monstern diese schönen Häuser zerstört und unschuldige Bürger aufgefressen. Der Spielnamen darf aber mittlerweile nicht mehr genannt werden. Harry Potter Style schon fast irgendwie. Aber egal. Darum gehts ja auch garnicht, sondern um Sunrise City. Das ist auch nen Tick älter. Soll aber wohl in Kürze eine Lokalisierung auf Deutsch in der Spieleschmiede bekommen. Also watch out!


Um was geht es denn nun eigentlich in Sunrise City? Doch halt! Vorweg muss ich nochmal einen Satz zu den Komponenten sagen. Mein Gott, diese Box ist schwer. Und mit schwer meine ich richtig schwer! Denn die Gebäudestufen, welche wir Stück für Stück aufs Brett bringen, sind aus echt dicker und stabiler Pappe gemacht. Ein origineller Werbeslogan würde vermutlich sogar so weit gehen sie als "unkaputtbar" zu bezeichnen. Der Rest ist aber auch nicht ohne. Man kann also behaupten, dass die Komponenten schon irgendwie echt cool sind. Und mal angenommen das Spiel würde so garnichts taugen, könnte man die Packung samt Inhalt auch einfach fürs Heimtraining als Hantel missbrauchen. 


Spielerisch haben wir es bei Sunrise City mit einem reinen Legespiel zu tun. Wir spielen in drei Runden um die meisten Sternchen. Thematisch gesehen sind wir also vermutlich mächtige Baugiganten, welche um den meisten Einfluss in der Stadt der aufsteigenden Sonne kämpfen. Während wir pro Runde eine gewisse Spezialkarte ins Spiel bringen, die wir uns zunächst möglichst clever gedrafted haben, versuchen wir Gebäudeplättchen möglichst siegpunktbringend unters Volk zu jubeln. Dabei sind die Farben wichtig. Hierbei geht es nicht nur darum Farbmuster auf dem sich stetig ändernden Stadtbild zu erkennen, sondern auch seinen Einfluss möglichst geschickt zu platzieren. Mit etwas Können kassiere ich nämlich auch kräftig im Zug meiner Konkurrenz ab. Dabei gilt: Je höher das Gebäude, desto ertragreicher auch die Siegpunkte. Schnell entsteht auch optisch das Bild einer Hochhausmetropole.
Doch manchmal ist weniger mehr. Während ich nämlich kräftig Siegpunkte durch das Platzieren meiner Gebäude sammle, geht es ab und zu auch einfach mal darum eine Punktladung zu bringen. Auf der Siegpunktleiste gibt es nämlich ab einer gewissen Anzahl spielentscheidende Sterne. Überquere ich diese Ziellinie, starte ich kwasi wieder ganz am Anfang und erhalte für meinen Teilerfolg einen Stern. Lande ich jedoch direkt auf Los, bekomme ich zwei Sterne. Das macht dann doch einen ganz entscheidenden Unterschied. Fast wie bei Monopoly und dem Los-Feld. Wer nach drei Runden die meisten Sterne gesammelt hat, gewinnt und freut sich.


Sunrise City ist ein Legespiel durch und durch. Wer schnell Farbmuster und Situationen auf dem Spielbrett erfasst, hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber Spielern wie.... sagen wir mir. Ich gebe es zu. Legespiele liegen mir einfach nicht. Während andere Spieler bereits die vermeintlich siegpunktreichste Position auf dem Brett längst erkannt haben, tüftle ich noch immer fieberhaft an meiner persönlichen Knobelaufgabe. Wenn man dann noch Probleme mit Farbgebungen hat und die teils fließenden Übergänge nur schwer erkennt, artet Sunrise City zu Arbeit und nicht zum Vergnügen aus. Das als rein subjektive Wahrnehmung.
Nun mal ganz objektiv: Sunrise City ist ein Legespiel der cleveren Art. Nicht nur, dass es auch optisch wunderschön daherkommt. Ich meine wer kann schon im Laufe des Spiels eine Stadt mit Hochhäusern langsam schmücken? Auch spielerisch wirkt Sunrise City rund. Die Mechanismen sind verblüffend einfach. Dennoch überzeugt in erster Linie der Siegpunktmechanismus. Schön, dass die Entwickler den simplen Schritt weitergegangen sind. Wie viele hätten es bei einfachen Siegpunkten belassen. Aber nein! Bei Sunrise City zählt durch die Einführung der Sterne das Timing. Wann baue ich vielleicht suboptimal, um dann eine Punktlandung zu erzielen und mir de facto eine doppelte Punktzahl zu genehmigen und wie baue ich diesen Schritt bestmöglich auf. Sunrise City arbeitet mit tollen Komponenten und einfachen Regeln, schafft es aber spielerisch ein ansprechendes Konzept zu liefern.


Sunrise City von Isaias Vallejo
Erschienen bei Clever Mojo Games
Für 2 bis 4 Spieler in ca. 60 Minuten
Boardgamegeek-Link


sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek oder dem jeweiligen Verlag (hier Clever Mojo Games)
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Sonntag, 11. Januar 2015

Neu auf Kickstarter - 3. Kalenderwoche

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Ok, hier haben wir 3 Kracher. Das Highlight: Conan. Mensch endlich nen Conan Spiel, in welchem man den Barbaren selbst spielen kann. Was will man mehr. Ich sage nur "Shut up and take my money!" Wir haben doch sicherlich alle genug angespart über die Feiertage, oder?
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