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Sonntag, 23. August 2015

Neu auf Kickstarter - 35. Kalenderwoche

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Und da sind wir auch schon wieder aus der Sommerpause zurück. So wie das eigentlich immer der Fall ist, geht der Urlaub auch schon wieder viel zu schnell rum.
Das Schöne für Euch dabei ist, dass es jetzt wieder mit vollem Tempo hier weitergeht. Endspurt sozusagen zur Spiel 2015. Machen wir aber doch einfach erstmal den Anfang mit einer Kickstarternews.
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Sonntag, 9. August 2015

Sommerpause

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So Leute jetzt mal ernsthaft. Ihr hattet doch nicht etwa wirklich gedacht, dass ich hier den ganzen Sommer durchblogge?! 
Nein, auch ein fleißiger BoardgameMonkey, wie ich es einer bin, hat es mal verdient die Beine hochzulegen und die Finger zu schonen.
Das heißt jetzt aber nicht, dass auch automatisch Spielpause ist bei mir. Nein, ich werde natürlich weiterhin fleißig weiterzocken und Euch ab dem 24.08.2015 wieder wie gewohnt mit News und Rezensionen versorgen. Versprochen!
Bis dahin wünsche ich Euch ne angenehme Zeit. Und wer weiß - vielleicht findet sich ja in der Zwischenzeit das ein oder andere Interessante auf meinen sozialen Medien (ich hoffe jeder hat dem Hinweis verstanden, dass er Facebook liken und Twitter folgen soll).
Bis denen, Antenne.
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Donnerstag, 6. August 2015

The X-Files - The Truth is out There!

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So ein ganz klein bisschen war ich schon gespannt auf das offizielle The X-Files Spiel. Ich meine so ne richtige Lizenz einer meiner Lieblingsserien. Mit echt coolem Grafikstil. Und mit cool meine ich supercool. Ich meine nicht so einer mit echten Filmschnippselbildchen aus der Serie auf den Karten, sondern mit Comiczeichnungen, die trotzdem irgendwie echt aussehen. So ein bisschen halt wie das Star Wars Kartenspiel. Als dann noch mit Kevin Wilson einer meiner Lieblingsdesigner sich der Sache angenommen hatte, war die Vorfreude fast nicht mehr zu toppen. Okay Ihr merkt, dass ich schon ziemlich gespannt war und nicht nur ein bisschen...
Erst gab es wenige Infos und nur ein fixes Erscheinungdatum. Bekannt war lediglich der Verlag - ein relativ neuer am Brettspielsternenhimmel - IDW. Ich war trotzdem voller Vorfreude. Diese hielt dann auch noch an, als das Lieferdatum mehr und mehr nach hinten verschoben wurde. Das Spiel war ja schließlich irgendwo da draußen (Anm. d. Red.: Wortspiele, welche im Zusammenhang mit der Serie stehen, sind rein zufälliger Natur).
Als ich dann doch irgendwann das Spiel in meinen Händen halten konnte, war das alte X-Files Fieber wieder da. Was gibts schließlich schickeres als als schrulliger Fox Mulder oder als vernünftige Dana Scully dem Raucher mal so richtig die Hölle heiß zu machen?
Thema hin und Einleitung her. Was haben die X-Files brettspieltechnisch zu bieten?


Im X-Files Brettspiel übernehmen bis zu vier Personen die Rollen der X-Agenten Fox Mulder, Dana Scully, Alex Krycek und Walter Skinner, während ein fünfter Spieler die Rolle des Rauchers übernimmt.
Ziel der Agenten: Eine fixe Summe an Beweisen zu sammeln, um das thematische flotte "I want to believe"-Poster von Fox Mulder zu vervollständigen. In diesem Falle wird das große Geheimnis um die X-Akten gelüftet - Yay! Ziel des Rauchers: Eine gewisse Anzahl an Beweisen verschwinden zu lassen. In diesem Falle wird das Geheimnis der X-Akten niemals gelüftet und die Abteilung wird geschlossen - Buh!
Was sich also auf den ersten Blick wie Art Wettrennen anhört, ist es auch auf den zweiten Blick. Immer wieder taucht hier und dort eine X-Akte auf. Hierbei bekommen Serienfans spannende Fälle aus den ersten Staffeln der Serie wieder auf den Tisch gelegt. So gilt es beispielsweise den "Teufel von Jersey" zu fangen oder den Fall von "Lazarus" zu untersuchen. Wer sich besonders gut für die jeweiligen Fälle eignet, entnehmen wir den schicken kleinen Namensschildchen unseres Agenten. Die Agentenkarten, welche die Ermittlungen vorrantreiben, verlangen dabei je nach Fähigkeit unterschiedlich viel Ermittlungsaufwand ab.
Die Aufgabe des Rauchers ist es, die Agenten zu hemmen. Durch Syndikat-Karten wartet die ein oder andere Überraschung auf die braven leidgeprüften Helden, während sie nichtsahnend eine X-Akte untersuchen. Dabei kann den Agenten auch mal so richtig schön in den Instant-Kaffee gespuckt werden oder aber auch nur geschickt geblufft werden. Geheimnisvoll, oder?


Ich muss zugeben, dass hört sich jetzt recht mechanisch an. So ganz falsch liegt Ihr dabei aber nicht. Erwartungen und Realität lagen selten so weit auseinander wie bei The X-Files. Grundsätzlich davon etwas über die Qualität des Spiels abzuleiten wäre dennoch nicht fair. Also ganz ruhig, Brauner!
Fangen wir doch mal so an: Was haben wir denn alle erwartet bzw. gehofft? Ich denke wir haben alle von einem epischen X-Akten Spiel geträumt. Und in der Tat gab es viele Spielmodelle, auf die man problemlos das X-Akten Thema hätte pressen können. Spontan fällt mir da Arkham Horror oder Mansions of Madness ein. Stunden um Stunden hätte ich mich durch die X-Akten gewühlt, schicke Miniaturen über ein thematisches Brett schieben können und ein ums andere Mal die ohrwurmartige Titelmelodie pfeifen können. Gerne hätte ich das Ganze auch über Kickstarter mitfinanziert. Ich bin mir sicher, es hätte die Millionenschallwand durchbrochen bei der Finanzierung.
Doch das alles ist The X-Files nicht! Naja nicht ganz nicht, aber fast alles nicht... So ein bisschen Thema ist schon drin, wenn man sich drauf einlässt. Die geschlossenen X-Akten, die im Archiv landen, die schicken Flavourtexte auf den Karten oder das Gefühl der Ermittlungssabotage durch den Raucher.
Ist jedoch erst mal das sparsame thematische Fleisch von den mechanischen Rippen gefallen, bleibt jedoch (nur) ein familienfreundliches, schnell gespieltes und einsteigerfreundliches Spielchen, was in erster Linie wohl dennoch (nur) Fans der Serie ansprechen dürfte. Schlecht? Keineswegs! Ich mag die einfache Mechanik und die schnelle Spieldauer. Die Regeln sind schnell verinnerlicht und eine Revanche ist durchaus zeitlich drin (oder zwei).
Ich bin auch Fan der Serie. Für mich sind die vielen kleinen Details, die in das Spielmaterial eingearbeitet wurden faszinierend. Ich kann mir The X-Files sowohl in einer Vielspielerrunde mit Serienfans, als auch in einer Wenigspielerrunde vorstellen.


Achja und dann wäre da noch das spielerische Wettrennen! So irgendwie fehlt da der direkte Konflikt, auch wenn die Syndikat-Karten ja nicht gerade indirekt einzelne Ermittlungen behindern. Dennoch bleibt ein Gefühl der Konfrontationslosigkeit. Ab uns zu rückt halt mal eben der Punktemarker des Rauchers vorran. Ich kann ohnehin nichts daran ändern. Meine Spieltaktik ändert sich (wenn überhaupt) nur marginal. Spielmechanisch suboptimal gelöst, thematisch allerdings wiederum schick. Wie auch in der Serie selbst arbeitet der Raucher eben im Hintergrund. Es gibt keine direkten Konflikte. Beide Parteien arbeiten größtenteils nebeneinander her und sehen nur bedingt den Fortschritt des anderes - eben beispielsweise genau dann, wenn am Tatort nach dem Lösen eines Falles einer der berühmten Zigaretten gefunden wird. Flavor here I come!

The X-Files ist nicht das erwartete große thematische Spektakel, was viele erhofft hatten. Ich denke wir sind uns einig, dass eine offizielle Lizenz deutlich thematischer und epischer hätte umgesetzt werden können. IDW ist aber den Weg des massentauglichen Spiels gegangen. Löst man sich von diesen großen Erwartungen, dann bekommt man mit The X-Files ein flottes, abgespecktes, aber durchaus lohnenswertes X-Akten Erlebnis. Ich will jedoch daran glauben, dass mit künftigen Erweiterungen (und eine davon wurde ja bereits angekündigt) noch mehr Thematik einfließen wird.

I want to believe!


The X-Files von Kevin Wilson 
Erschienen bei IDW Games
Für 2-5 Spieler in ca. 75 Minuten
Boardgamegeek-Link


sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek oder dem jeweiligen Verlag (hier IDW Games)
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Sonntag, 2. August 2015

Neu auf Kickstarter - 32. Kalenderwoche

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1, 2, Kartoffelbrei. Gar nicht mal so einfach immer eine sinnvolle Einleitung zu finden. Macht Ihr das doch auch erstmal. An dieser Stelle bitte ich um Vorschläge für sinnvollere Einleitungen. Gerne in die Kommentare.
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Mittwoch, 29. Juli 2015

The Witcher Abenteuerspiel - Verzaubert oder verflucht?

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Manchmal lasse ich es mir so richtig gut gehen. Ich lasse einfach andere die Rezensionen für mich tippen. In diesem Falle mal wieder ein alter Bekannter der BoardgameMonkeys... nämlich Oli. So ganz nebenbei: Wer auch mal Lust hat, sich an einer Rezension zu versuchen, dann immer her damit. Mit mir kann man reden - meistens zumindest...

In fernen, weitläufigen Landen umherstreifen, das Gefühl der Freiheit im Sattel, helfen, wo Hilfe wirklich gebraucht wird, geheime Aufträge erledigen, abscheuliche Monster besiegen und stetig im Level aufsteigen um noch bessere Fähigkeiten zu erhalten. So ziemlich jedem, der mal ein Rollenspiel an einem PC oder einer Konsole gespielt hat, dürfte dies bekannt vorkommen. Und nun gibt es das alles auch als Brettspiel! Jippie!


Als ich erfahren habe, dass es zur The Witcher – Trilogie ein Brettspiel gibt, war ich dementsprechend gleich Feuer und Flamme, auch wenn der Untertitel „Das Abenteuerspiel“ sowie die angepeilte Spielzeit von 1-2 Stunden bereits verrät, dass es sich keineswegs um ein Erlebnis handelt, das es mit einem Pen & Paper Rollenspiel auf sich nehmen kann (also kein Gefühl der Freiheit im Sattel ;)). Dennoch scheint ab und an ein wenig Rollenspielflair durch, da sich der persönliche Held im Laufe des Spiels stetig stärker wird. Dies erreicht man im Witcher zwar nicht genretypisch über Erfahrungspunkte, jedoch lassen sich diverse individuelle Heldenfähigkeiten antrainieren. Eine, wie ich finde, sehr elegante Lösung, die im Übrigen auch recht gut ausbalanciert ist.

Aber eins nach dem anderen und gleich eins vorweg: Allein von der Aufmachung und den Komponenten her ist das Spiel definitiv sein Geld wert. Von der sehr großen, durchdacht und schön gestalteten Weltkarte, zu den vier Helden-Miniaturen bis hin zu den Flavortexten auf den Karten ist alles absolut stimmig und man fühlt sich direkt in die Welt von Gerald von Riva hineingezogen. Die Lizenz wurde diesbezüglich also im besten Sinne des Wortes ausgenutzt.


Auch die grundlegende Spielidee passt wie die Faust auf‘s Auge: Ziel des Spieles ist es, mittels des Erfüllen von Quests möglichst viele Siegpunkte einzufahren. Sobald ein Spieler drei Hauptquests abgeschlossen hat, ist das Spiel rum, aber jede Hauptquest bietet auch zwei zusätzliche Nebenquests sowie eine Unterstützungsquest (die von den Gegnern erfüllt werden müssen) an. Quest erfüllt man, indem man Hinweise sammelt und diese gegen Beweise eintauscht und Hinweise erhält man wiederrum, wenn man die einzelnen Orte auf dem Spielbrett besucht. Ein wenig erinnerte mich das Spiel in Bezug auf das „Abklappern“ der einzelnen Orte recht stark an das bereits etwas in die Jahre gekommene „King Arthur“, nur dass der Witcher nicht mit einem spricht und es in King Arthur keine Heldenfähigkeiten gab, aber das nur nebenbei. Leider unterscheiden sich die einzelnen Quests lediglich darin, wie viele Hinweise man jeweils einsammeln und wohin man mit diesen Hinweisen reisen muss, was das Spiel spätestens ab zwei erfüllten Quests etwas monoton werden lässt.

Doch ist das leider nicht das einzige Problem des Hexers.

Zum einen wäre da die relativ hohe Glücksabhängigkeit. Wenn Spieler 1 zwei Mal nacheinander Quests zieht, die jeweils 16 Siegpunkte geben, während die anderen für ihre nur jeweils 8 erhalten, so ist der Sieger (sofern Spieler 1 geschickt spielt) in der Regel schon schnell klar. Auch im Bereich der sonstigen Karten spielt das Glück eine recht große Rolle. Mit zwei Spielern kann sich dieser Effekt durchaus drastisch auswirken, je mehr Spieler am Spiel beteiligt sind, desto mehr gleicht sich dies jedoch auch. Spannende Wettrennen sind beim Witcher also andere als ausgeschlossen.

Wäre da nicht noch ein zweiter Kritikpunkt, ließe sich die Glücksabhängigkeit des Spielsystems allein aufgrund des Flairs, dass The Witcher mit sich bringt, durchaus verschmerzen.


Doch leider fehlt dem Spiel die Interaktivität, was in Kombination mit den immer gleichen Quests schnell dazu führen kann, dass der Spielspaß in die Belanglosigkeit abrutscht. Zwar lassen sich ab und an mal durch einen Karteneffekt die Gegner ärgern, indem man ihnen ein goldenes Monster an den Hals hetzt, und es gibt die Unterstützungsquests bei denen man Quests auf der gegnerischen Questkarte erfüllen kann, aber damit hat es sich dann auch schon. Letztlich handelt es sich dann doch nur um ein Wettrennen um die meisten Hinweise und dafür hüpft man dann einfach mal ein paar Runden lang in jeder Runde vom linken Ort in den rechten und wieder zurück, ohne dass die anderen etwas dagegen tun können.

Schade, denn wenn ich so lese, was ich geschrieben habe, dann klingt es irgendwie nach einem „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-ohne-Rausschmeißen“…und das trifft die Sache dann leider auch irgendwie (nur das „Das Abenteuerspiel“ deutlich cooler aussieht).
Sofern an der fehlenden Interaktion (vielleicht mit Hilfe einer PvP-Erweiterung???) etwas nachgesteuert werden würde wäre The Witcher wäre eine echte Empfehlung für den kleinen Rollenspielhappen für Zwischendurch. So bleibt es ein nettes, etwas zu langes Wettrennen, das trotz toller Ideen und sehr viel Fanservice nicht vollends überzeugen kann.


The Witcher Abenteuerspiel von Ignacy Trzewiczek 
Erschienen beim Heidelberger Spieleverlag
Für 2-4 Spieler in ca. 120 Minuten
Boardgamegeek-Link

Vielen Dank an den Heidelberger Spieleverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek oder dem jeweiligen Verlag (hier Heidelberger Spieleverlag)
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