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Dienstag, 17. Januar 2017

Elevenses for One - Wer braucht ein zweites Frühstück, wenn er brunchen kann?

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Elevenses ist Englisch und heißt so viel wie „zweites Frühstück“ oder „kleiner Snack nach dem Frühstück“. Wer jetzt denkt, dass man in diesem Spiel einen nimmersatten Hobbit spielt, den muss ich leider enttäuschen. Enttäuschen ist auch das richtige Stichwort, denn dieses Spiel ist leider nicht das Gelbe vom Frühstücksei.

Wie der Name vermuten lässt, ist es die solo Variante des Spiels Elevenses. Falls ihr euch fragt, wie elevenses ausgesprochen wird, dann multipliziert den werten Mr.García vom Dice Tower mit der Zahl 11. Hier die Rechnung für alle Matheschwachen: 11 x Mr.García = Eleven-Zees.

Das Wort selbst soll 1819 zum ersten mal verwendet worden sein. Damals als der Plural von 11 Uhr vormittag, da man wohl um 11:00 frühstückte und wenn man nun zum zweiten mal frühstückte, dann…
…achso stimmt ja, ich muss etwas über das „Spiel“ erzählen.


Jetzt fragt sich der ein oder andere, aufmerksame Leser: „Wieso hat er das Wort Spiel in Anführungszeichen gesetzt?“. Das liegt daran, dass ich fest davon überzeugt bin, dass es gar kein Spiel ist, sondern lediglich der klägliche Versuch, überschüssige Pappe loszuwerden. Meine These kann ich damit stützen, dass dem „Spiel“ ein weiteres „Spiel“ beiliegt, „Bowling Solitaire“.
Drei mal…nein elf mal dürft ihr raten, mit wie vielen Spielern man „Bowling SOLITAIRE“ „spielen“ kann… Richtig: am besten garnicht!

Ok Ok. Ich will das Spiel ja auch vernünftig rezensieren, dafür bin ich schließlich hier, also kommen wir zur Spielmechanik: Wisst ihr eigentlich wie Bowling entstanden ist…
…ups, sorry


Also zurück zur „Spielmechanik“: In Elevenses for one, müsst ihr innerhalb einr begrenzten Anzahl an Zügen euren Küchenwagen mit den vor euch ausliegenden Lebensmitteln beladen. Und das in der richtigen Reihenfolge von 2 bis 11. Da fällt einem vor lauter Kreativität, glatt das Toast auf die unbeschmierte Seite.
Die Karten die vor euch ausliegen, werden jedoch vorher gemischt und die Reihenfolge ist dann natürlich durcheinander. Ihr müsst aber mit der Karte ganz links beginnen und euch bis zur nächst möglichen Karte durcharbeiten. Dazu habt ihr die Möglichkeit den Effekt der Karte zu spielen, jede Karte hat individuelle Effekte, oder die Karte aus dem Spiel zu nehmen, um zur nächsten Karte vordringen zu können und so weiter.
Nach jeder Aktion, verliert ihr eine Minute (keine echte Minute). Das Spiel endet, wenn die Zeit (keine echte Zeit) abgelaufen ist, oder ihr den Wagen (kein echter Wagen) vollständig beladen habt.


Warum ist Dieses „Spiel“ in meinen Augen kein Spiel?!
Das liegt vor allem am Kartenglück. Es kann nämlich passieren, dass ihr zufällig alle Karten in der richtigen Reihenfolge ausgelegt habt (jetzt kommen sicherlich Statistiker, die mich wiederlegen wollen…), dann ist das Spiel sofort gewonnen. Oder es kann passieren, dass ihr das Spiel nie gewinnen werdet, weil euch das Kartenglück im Stich lässt (die Statistiker kommen wieder…).
Aber auch wenn ihr es schafft, das Spiel zu bezwingen, habt ihr nicht wirklich gespielt, sondern nur Karten hin- und herbewegt. Ihr fühlt euch auch nicht klug oder habt das Glücksgefühl eures Lebens. Eigentlich fühlt ihr euch, als ob ihr gerade 11 Minuten (keine echten Minuten) eures Lebens verschwendet habt. Wobei ich natürlich nur aus der Sicht eines Erwachsenen sprechen kann.

Das Bowling Spiel, das dem Hauptspiel beiliegt, hat bei mir vor dem Anspielen bereits für Skepsis gesorgt. Ich habe bei „Buy one get one free“ immer das Gefühl, dass die eigentliche Ware um die es geht, das Preis-Leistungs-Verhältnis allein nicht rechtfertigen kann, deshalb wird als Trostpflaster etwas beigelegt.

Das einzig Gute was ich sagen kann ist, dass das Artwork in beiden Spielen sehr hübsch ist. Natürlich ist diese Rezension rein Subjektiv und ich möchte weder jemanden Kränken noch beleidigen, aber kauft euch lieber ein Sodoku Heftchen, damit habt ihr garantiert mehr Freude. 

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Elevenses for One von David Hardling
Erschienen bei Eagle Gryphon Games
Für 1 Spieler in ca. 5 Minuten
Boardgamegeek-Link



sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek oder dem jeweiligen Verlag (hier Eagle Gryphon Games)
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Sonntag, 15. Januar 2017

Neu auf Kickstarter - 3. Kalenderwoche

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Beschreiben Sie die folgende Kickstarternews mit drei Worten: Zombiespiel, Tower-Defence, LCG.
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Mittwoch, 11. Januar 2017

Fury of Dracula - Scotland Yard 2.0

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Prinzipiell ist es ein gutes Zeichen für ein Brettspiel, wenn es eine Neuauflage erfährt. Die Nachfrage der Spielerschaft war anscheinend so hoch, dass der Verlag Nachschub brauchte. Ein umso besseres Zeichen ist es also, dass Fury of Dracula in der mittlerweile dritten Auflage existiert. Dass diese Edition aber zeitgleich auch die letzte sein wird, lässt keine Rückschlüsse auf die Qualität ziehen, sondern ist vielmehr Ergebnis einer Lizenzschlacht zwischen zwei größeren Firmen. Fury of Dracula ist aber, und soviel sei vorweggenommen, besser und aufpolierter als seine Vorgänger und bildet einen würdigen Abschluss.

Sogenannte Detektivspiele haben in der Spielelandschaft eine Geschichte. Und ich meine damit solche, in denen eine Gruppe von Ermittlern einen einzelnen Bösewicht mit vereinten Kräften versucht zur Strecke zu bringen. Der Vorteil des Bösewichts ist dabei seine Unsichtbarkeit. Er agiert im Geheimen und Verborgenen und wird nur durch die Ermittler aufgedeckt, wenn sich das Ermittlungsnetz enger und enger gezogen hat und schließlich sein Aufenthaltsort bestimmt werden kann.


In grauer Vorzeit begann alles mit Scotland Yard. Während die berühmte Londoner Polizei sich auf die Suche nach Mr. X. machte, fuhr dieser entspannt mit mitgelieferter Schirmmütze per Taxi, U-Bahn oder Bus durch die Gegend. Hach war das eine Zeit. Dann kam lange nix. Einen kurzen Umweg nahmen die Detektivspiele über die Akte Whitechapel, in welcher der berühmte Schlitzer Jack the Ripper mit handfester Detektivarbeit zur Strecke gebracht werden musste. Angekommen sind wir nun bei Fury of Dracula, wo wir als Vampirjäger niemand geringeren als Graf Dracula zur Strecke bringen müssen. Der fährt aber nicht Taxi, U-Bahn oder Bus, sondern wandert durch Europa, fährt Boot oder nimmt den guten alten Zug. Vom Prinzip hat sich also nicht viel geändert. Nur die Mütze fehlt.


Die Kurzbeschreibung? Wir haben es hier wohl mit der ausgefuchstesten Version dieser Spielertypreihe zu tun. Nicht nur, dass wir den Bösewicht finden müssen, nein, wir müssen ihn dann auch noch bekämpfen und besiegen. Noch dazu hat Graf Dracula ein ganzes Repertoire an zusätzlichen Tricks, von denen ein Mr. X. zu seinen Zeiten nur träumen konnte. Neue Vampirbräute erschaffen, sich in Nebel auflösen, einen wütenden Mob hinterlassen usw.
Die Evolution des Systems besteht darin, dass wir als Ermittler den Bösewicht viel öfter zu Gesicht bekommen. Was in Scotland Yard noch mit dem direkten Erfolg der Guten endete, führt in Fury of Dracula nur zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Kampfmechanisch wurde hier stark vereinfacht ausgedrückt eine Art Schere, Stein, Papier Mechanismus eingebaut. Beide Parteien legen im Showdown eine Kampfkarte ab (z. B. Schlag, Ausweichen oder Knoblauch) und schauen dann welche die jeweils andere schlägt. Ziel der Ermittler ist es also nebenbei noch ihre zu Anfang recht abwechslungslose Hand gewaltig aufzubohren mit allerlei Utensilien, die als Kampfkarte mächtiger sind als der bloße Faustschlag.
Wird Dracula gefunden und im direkten Zweikampf erledigt, gewinnen die Ermittler. Kann Dracula lange genug wegrennen und genug Punkte sammeln, um die Finsternis voranzutreiben, so gewinnt der Vampirfürst.


Ich habe es oben ja bereits anklingen lassen: Die dritte Edition ist gleichzeitig auch die beste Version des fast schon modernen Klassikers Fury of Dracula. Als Klassiker fühlt sich der Titel nicht allein schon deswegen an, da die Grundmechaniken bzw. das Prinzip durch den Urvater Scotland Yard fast jedem bekannt sein sollte und sich somit das Spiel für jedermann schnell vertraut anfühlt.
Fury of Dracula ist jedoch kein Spiel für Quereinsteiger und Brettspielnovizen. Wer Scotland Yard kennt, wird Fury of Dracula nicht zwangsläufig als den logisch nächsten Schritt seiner Brettspielevolution wählen. Es ist und bleibt ein Vielspielerspiel, welches sich jedoch in seiner letzten Edition mehr denn je dem Massenmarkt annähert.


Fury of Dracula versteht es ein altbekanntes Prinzip der Jäger und des Gejagten zu modernisieren und schlussendlich in der dritten Edition auch noch den sogenannten "Chrom" (die modernen zusätzlichen Spielmechanismen) der Vorgängereditionen zu entschlanken. Elegantes Spieldesign ist heutzutage wohl der passende Begriff dafür. So wurde beispielsweise die Spieldauer drastisch verkürzt, sowie die oft in Vorgängerversionen angelastete Downtime zwischen den Ermittlern. Der Kampf fühlt sich abwechslungsreich an und unterbricht geschickt die Suchphase des Spiels von Zeit zu Zeit.

Alles in allem ist Fury of Dracula ein Spiel, was in keiner Sammlung fehlen sollte. Das Prinzip des Suchens und Versteckens wird den Spielern bereits in die Wiege gelegt. Wer hat als Kind nicht schon gerne Verstecken gespielt? Es ist vielleicht gerade dieses Prinzip, was diese Art von Spiel ausmacht und gleichzeitig auch so beliebt.

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Fury of Dracula von Kevin Wilson
Erschienen bei Fantasy Flight Games
Für 2 bis 5 Spieler in ca. 150 Minuten
Boardgamegeek Link

sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek oder dem jeweiligen Verlag (hier Heidelberger Spieleverlag)


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Sonntag, 8. Januar 2017

Neu auf Kickstarter - 2. Kalenderwoche

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Wem ich es noch nicht gewünscht habe: Ein frohes neues Jahr! Genug der Förmlichkeiten. Jetzt gehts knallhart weiter mit den üblichen Kickstarternews. Noch jemand Geld von Weihnachten übrig?
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Donnerstag, 22. Dezember 2016

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2017

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Fast schon traditionell gibt es zum Jahresabschluss einen Post, in welchem ich mich in die Winterpause verabschiede und ein klein wenig das vergangene Jahr revue passieren lasse.

In der Tat gab es blogtechnisch im Jahr 2016 eine recht große Neuerung. Aus dem ewigen Praktikanten und Gastbeitragsschreiber Oli ist eine feste Zusammenarbeit geworden. Er unterstützt mich nun im Bereich der Familien- und Kinderspiele, was natürlich zeitgleich ebenfalls bedeutet, dass das Repertoire (um mal weiter bei den französischen Fremdworten zu bleiben) des Blogs erweitert wird.
Ebenfalls ist Alexej als fester Redakteur neu hinzugekommen, sodass mit aktuell drei Schreibern deutlich mehr Content produziert werden kann. Das ist schön.
Nicht zu vergessen sei an dieser Stelle die Zusammenarbeit mit dem Boardgamers-Ballroom, durch die meine wöchentlichen Kickstarternews nun zusätzlich in Videoform erscheinen.

Ziele muss man sich natürlich auch für das neue Jahr 2017 setzen. Meins? Den positiven Weg weiter gehen. Der Redaktionsuwachs erlaubt es mir deutlich mehr Beiträge auf dem Blog hochzuladen. Ich kann ein noch breiteres Publikum ansprechen und damit hoffentlich auch den positiven Trend im Bezug auf Interaktionen auf den Social Media Kanälen fortsetzen.

Der Dank geht natürlich wieder an Euch - die Leser. Nach wie vor freue ich mich über jede Reaktion, jeden Kommentar und jedes Like (auf Facebook, Twitter oder altmodisch per e-Mail). Und nun bleibt mir eigentlich nichts weiter, als Euch ein Frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Genießt die Zeit im Kreise Eurer Liebsten. Hier ist erst einmal Blogpause. Weiter geht es am 09.01.2017. Macht es gut!

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