Freitag, 30. März 2018

Wurmparty

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Es gibt ja Spiele, da schaut man sich die Packung an und denkt „Hm, könnte ein witziges Spiel für unsere Kleinen sein“ und dann schaut man sich die Packungsrückseite und die Anleitung an und denkt sich „O…k…das ist zu albern, um ein Familienspiel zu sein und taugt wirklich nur für den nächsten Kindergeburtstag“. Kennt ihr das? Wenn ich ehrlich bin, ging es mir so mit Wurmparty. Wenn die Finger der Spieler als Würmer herhalten müssen, die in einen Kasten mit Vorhängen gesteckt werden, dann mutet das schon sehr albern an. Und „sehr albern“ ist für die Kleinen in der Regel zwar (für ein bis zwei Spielchen zwischendurch) witzig, eignet sich aber normalerweise nicht für den Familienspielesonntag. 
Nach dem ersten Spielen stellte sich bei mir jedoch die Entwarnung ein. Wurmparty wirkt zwar albern, ist es aber ehrlich gesagt überhaupt nicht. Im Gegenteil, es bietet sogar niedrigschwellige taktische Einlagen für die Kleinen und ist daher als Familienspiel wirklich geeignet!


Doch der Reihe nach: Nach dem Öffnen der Packung und dem obligatorischen Ausdrücken der Pappteile muss man zunächst einmal das „Spielbrett“ zusammenbauen. Dieses besteht aus einem Kasten mit jeweils einem Vorhang auf jeder Seite sowie einem Garten mit sieben Löchern an der Oberseite. Bereits hier fällt auf, was sich durch die übrigen Komponenten durchzieht: Das Spiel ist wirklich kindgerecht schön und thematisch absolut passend gestaltet! Das „Spielbrett“ selbst könnte allerdings aus etwas stärkerer Pappe bestehen. Bedenkt man, dass das Spiel auch von den Kleinen selbst komplett ohne Erwachsene gespielt werden kann, das Spielbrett aber jedes Mal (leicht frickelig) wieder neu zusammengesetzt werden muss, wäre etwas mehr Stabilität wünschenswert. Aber nicht falsch verstehen, die Pappe ist nicht dünn oder instabil, sie könnte einfach nur einen Ticken fester sein. Die übrigen Komponenten sind ebenfalls absolut toll gestaltet und qualitativ gibt es hier nichts zu meckern.


Hat man nun den Garten auf dem Tisch stehen, die farbigen Plättchen nach den drei vorhandenen Farben sortiert, Würfel und Hühnchenmarker parat, geht es an die Frage, wie viele Spieler mitspielen. Denn je nach Spielerzahl werden zwischen fünf und sieben Löcher des Gartens genutzt und die übrigen verdeckt. Über die nicht verdeckten Löcher werden die grauen Erdhügel gestellt. Diese sind jeweils mit einer oder auch allen der drei oben genannten Farben markiert. Nun kann das Spiel kann beginnen.
Das Spielprinzip ist absolut eingängig und schnell erklärt: Reihum ist ein Spieler das Huhn (und hat den eben genannten Marker vor sich liegen) und die anderen Spieler sind die Würmer. Die Würmer stecken jeweils eine Hand durch den Vorhang und müssen ihren Daumen durch eines der Löcher stecken. Das Huhn darf anschließend würfeln. Der Würfel bestimmt, wie viele Erdhügel das Huhn nun aufdecken darf (zwischen 1 und 3). Hat das Huhn einen Wurm entdeckt, bekommt es ein Plättchen mit der Farbe des Erdhügels. Wurde ein Wurm nicht erwischt, erhält der Wurm ein Plättchen mit der Farbe seines Erdhügels. Nun wird der nächste Spieler zum Huhn und so geht das Spiel reihum weiter, bis ein Spieler sechs Plättchen einer Farbe hat. Und hier liegt die anfangs erwähnte niedrigschwellige taktische Einlage versteckt. Denn wer seinen Finger immer unter der gleichen Farbe versteckt, wird natürlich schnell erwischt und so muss man immer im Auge behalten, wie viele Plättchen von jeder Farbe die anderen Spieler haben. Das kapieren auch die jüngsten recht schnell.

Unterm Strich ist Wurmparty also ein Kinderspiel, das für die Zielgruppe wirklich toll und optisch absolut ansprechend gemacht ist. Es ist witzig, ohne albern zu sein und eignet sich dadurch auch absolut als Familienspiel. Die Regeln sind schnell erklärt und eingängig, so dass das Spiel problemlos jederzeit auf den Tisch kommen an. Fazit unseres 8jährigen: „Hihihi…nochmal!“

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Wurmparty von Inka und Markus Brand 
Erschienen bei Queen Games
Für 2-4 Spieler in ca. 20 Minuten
Boardgamegeek-Link


sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek oder dem jeweiligen Verlag (hier Queen Games)

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