12.09.2018

Troll & Dragon

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Heutzutage sind überall wo man hinschaut Escape Room Spiele zu finden, doch kann sich noch irgendwer an Escape: Der Fluch des Tempels erinnern? Soo lange ist das noch gar nicht her, aber irgendwie denkt jeder nur noch an Escape Room Spiele, wenn man von Escape spricht. Hm…ist ja auch irgendwie verwirrend. Nun ja, eine kleine Auffrischung: In Escape ging es darum, ganz wie einst Indy, so schnell wir möglich aus einem Tempel zu entkommen. Dafür würfelte man eine handvoll Würfel so schnell und oft es nur irgendwie ging, bis man die benötigten Symbole erhielt. Grundsätzlich war das kein neuer Mechanismus und ist auch nicht einzigartig, aber es war ungemein spaßig verpackt.

Und jetzt grabe ich noch tiefer in der Familienspielekiste und unterstelle mal, dass Kniffel noch so ziemlich jedem ein Begriff sein dürfte. Wir werfen 5 Würfel und versuchen, mit den Zahlen ein Muster hinzubekommen. Dabei dürfen wir Würfel, die wir behalten wollen zur Seite legen und mit den übrigen weiterwürfeln.

Und was hat das nun alles mit Troll & Dragon zu tun fragen sich nun einige mit Sicherheit. Nun ja, Troll & Dragon spielt sich dem Grunde wie eine Mischung dieser beiden Klassiker.


Aber nun erstmal stopp, zurückspulen und von vorne: Das Spiel kommt in einer praktisch kleinen und eher unscheinbaren, dabei aber schön gestalteten Verpackung daher und eignet sich allein aufgrund seiner Maße perfekt als Mitbringspiel. Im inneren der Packung befinden sich vier weiße, zwei rote und 2 gelbe Würfel, eine Trollhand und fünf Abenteuerbeutel (für fünf Spieler). Außerdem noch 60 Plastikdiamanten und 50 Goldnuggets (auch aus Plastik, versteht sich ;).
Die Unterseite der Packung ist zweigeteilt in eine Diamantenhöhle und eine Schatzkammer und dient somit direkt als Vorrat für die entsprechenden Steinchen.

Nach ca. 30 Sekunden „Aufbau“ kann das Spiel auch schon losgehen und spielt sich dem Grunde nach in 2 Phasen. Phase 1 (ich nenne sie mal, die „Kniffel-Phase“): Der aktive spieler würfelt die 4 Würfel und versucht, so viele Diamanten wie möglich zu erwürfeln. Für jeden Diamanten, bekommt er einen „echten“ aus der Diamantenhöhle und darf den Würfel erneut würfeln. Kommt ein Troll zum Vorschein wird der Würfel geblockt und darf nicht neu gewürfelt werden. Bei einem Schlüssel oder einer Tür darf man wählen: Würfel zur Seite legen (und damit blocken) oder neu Würfeln. Der Spieler darf jederzeit aufhöhren und mit seinem Abenteurer quasi nach Hause gehen, solange noch nicht alle Würfel geblockt sind. Sind alle Würfel geblockt, verliert er alle seine Diamanten an den Troll, der sie fortan in seiner Hand hält. Hat er es vorher jedoch geschafft, einen Schlüssel und eine Tür zu erwürfeln, darf er in die Schatzkammer vorrücken. Und dort erwartet ihn Phase 2 (folgerichtig also die „Escape-Phase“).


Die weißen Würfel werden zur Seite gelegt, der aktive Spieler schnappt sich die gelben würfel und versucht, so schnell und oft es nur geht, Goldnuggets zu erwürfeln und sich nach jedem Wurf aus der Schatzkammer zu schnappen. Er darf jederzeit einpacken und heimgehen. Aber nur, solange der Drache ihn nicht erwischt hat. Der Drache wird durch die roten Würfel erwürfel. Diese werden nämlich durch die anderen Spieler so schnell es geht geworfen. Erscheint auf beiden ein Drachensymbol, verliert der aktive Spieler alle seine in diesem Zug errungenen Schätze und die anderen Spieler dürfen diese unter sich aufteilen. Gleichzeitig bekommt auch der Troll Angst und verliert alle seine Schätze an die Drachenspieler.

Sobald eine der beiden Kammern leer ist, endet das Spiel. Jeder Diamant bringt dann einen Siegpunkt, jeder Goldnugget 3 Siegpunkte. Gewonnen hat, wer die meisten Siegpunkte hat. Die Regeln sind dem Grunde nach also auch schnell erklärt und absolut verständlich. 


Die Komponenten sind wieder einmal (wie auch bei dem Loki-Spiel S.O.S. Dino) über jeden Zweifel erhaben und rundum absolut stimmig dem Thema angepasst. Das Design ist spitze und spricht alt wie jung an. 

Die aller wichtigste Zutat bei einem ordentlichen Spiel ist natürlich der Spielspaß und grade bei Kinderspielen die Frage „taugt das auch was für die ganze Familie“? Diese Frage kann hier mit einem großen und überzeugten „JA!“ beantwortet werden. Aufgrund der kurzen Spieldauer, dem schnellen Start und dem flotten Tempo ist Troll & Dragon für jung wie alt gleichermaßen geeignet und passt somit perfekt auch als Fillergame für nerdige Brettspielabende mit den nicht ganz so familientauglichen Spielen.

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Troll & Dragon von Alexandre Emerit
Erschienen bei LOKI
Für 2 bis 5 Spieler in ca. 20 Minuten
Boardgamegeek-Link



sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder dem jeweiligen Verlag (hier LOKI)

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