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20.02.2026

Instinkt - Duell der Tiere


Wir befinden uns in einem düsteren Wald – so düster, dass es scheint, als gäbe es keine Farben mehr, denn alles ist in Schwarz-Weiß gehalten. In Instinkt – Duell der Tiere wollen wir unsere mystischen Tiere so platzieren und ihrem Instinkt folgen, dass wir die bestmögliche Punkteausbeute erhalten. Leider verfolgt unser Gegenspieler natürlich dasselbe Ziel, und die Plätze sind begrenzt.

Bei Instinkt handelt es sich um ein 2-Personen-Spiel aus der Feder von Udo Peise, zauberhaft illustriert von Dana Peter. Eine Partie dauert im Schnitt etwa 20 Minuten. Veröffentlicht wurde das Spiel vom Verlag Board Game Circus.


Jeder Spieler erhält alle Karten einer Farbe und mischt diese. Anschließend zieht jeder drei Handkarten, die geheim gehalten werden. Mittels eines Wurfs des Gleichstandsmarkers wird entschieden, wer diesen erhält. Jede Karte zeigt ein Tier sowie einen Zahlenwert von 1 bis 11 – mit Ausnahme der Schlange, die lediglich ein „X“ zeigt. Die Tiere mit den Zahlenwerten 1 bis 9 bringen am Spielende Punkte, sofern sie im 4×4-Raster korrekt platziert sind. Die Tiere mit den Werten 10, 11 und dem X hingegen bringen spezielle Effekte mit sich.

Eine Runde spielt sich recht einfach: Jeder Spieler wählt eine seiner Handkarten und legt sie verdeckt vor sich ab. Anschließend werden beide Karten aufgedeckt. Das Tier mit dem höheren Wert darf zuerst ins Raster gelegt werden, das andere folgt. Bei Gleichstand beginnt der Spieler mit dem Gleichstandsmarker.


Bevor wir uns den Tieren genauer widmen, zunächst noch ein paar überschaubare Legeregeln: Natürlich muss ein leerer Platz verwendet werden, der benachbart (auch diagonal) zu einer bereits ausliegenden Karte liegt, wobei die Farben dabei keine Rolle spielen. Dabei ist zu beachten, dass ein 4×4-Raster entstehen soll, also ein Quadrat. Befinden sich bereits vier Karten in einer Reihe oder Spalte, kann dort nicht weiter angelegt werden.

Die Tiere mit den Werten 1 bis 9 bringen am Ende – wie bereits erwähnt – Punkte. Die Krähe erhält einen Punkt, wenn sich eine Motte in direkter Nachbarschaft befindet; sind es sogar beide Motten, werden daraus drei Punkte. Die Fledermaus sucht ebenfalls die Nähe zur Krähe, allerdings nur senkrecht oder waagerecht. Die Motten selbst möchten gerne einen Platz in den vier mittleren Feldern finden. Die Spinnen wollen – ganz klar – in die Ecken, während die Katzen sich am Rand am wohlsten fühlen. Die Eule bevorzugt Gleichgesinnte, also Karten der gleichen Farbe in ihrer Reihe und Spalte. Der Wolf hingegen sucht die Nähe zu gegnerischen Karten. Der Wolpertinger (nein, nicht der Spieleladen, sondern das Fabelwesen) kopiert die Punkte einer eigenen Karte in seiner Reihe oder Spalte.


Ihr seht: Gute Positionierung ist alles. Wären da nicht noch die Effekt-Tiere. Der Hirsch verschiebt nämlich alle Karten einer Reihe oder Spalte, da er – ähnlich wie beim Verrückten Labyrinth – von außen hineingeschoben wird. Dabei wird allerdings keine Karte aus dem Raster gedrängt. Der Waschbär erlaubt es, eine eigene, bereits platzierte Karte umzulegen. Und dann gibt es noch die Schlange mit dem X: Sie hebt den gesamten Zug auf – beide Karten (also die Schlange und die Karte des Mitspielers) werden aus dem Spiel entfernt.

Das Spiel endet, sobald das 4×4-Raster komplett belegt ist. Wer nach der Auswertung aller Tiere die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt das Spiel.

Noch einmal möchte ich hervorheben, wie großartig ich die komplette Illustration von Instinkt finde. Die schwarz-weiße Tintenoptik gefällt mir richtig gut und ließe sich stellenweise sogar als Wandkunst verwenden. Aber auch spielerisch hat mir Instinkt in den bisherigen Runden sehr gut gefallen.


In jedem Zug stehen gleich zwei Entscheidungen an: Welche Karte spiele ich und wo platziere ich sie? Hinzu kommen Überlegungen, welche Karten noch kommen könnten – und welche möglicherweise nicht mehr. Außerdem ist eine kleine Prise Glück beim Kartenziehen natürlich ebenfalls vorhanden.Die Regeln sind gut erklärt und keineswegs überladen, zumal ein Großteil der Effekte auch durch Symbolik auf den Karten dargestellt wird. Dadurch hat man nach ein bis zwei Partien schnell den Dreh raus, und es können sich wirklich spannende Duelle entwickeln. Im Grunde erinnert mich das Spielprinzip an Duell um Cardia, nur dass bei Instinkt noch ein Lege-Element hinzukommt. Ob sich der ganz lange Spielspaß einstellt, bleibt abzuwarten, doch für schnelle Runden zwischendurch oder im Urlaub ist die kleine Schachtel hervorragend geeignet – und damit ein klarer Tipp für Spieler, die gerne Duellspiele zu zweit auf den Tisch bringen.

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Instinkt - Duell der Tiere von Udo Peise
Erschienen bei Board Game Circus
Für 2 Spieler in ca. 20 Minuten ab 10 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Board Game Circus)