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11.04.2014

Jetzt auf startnext - La Cosa Nostra

Was haben die Computerspielreihe Grand Theft Auto und das neue Projekt auf startnext La Cosa Nostra gemeinsam? Na? Na?! Richtig. Beide sind erst ab 16 Jahren freigegeben. Mal ganz davon abgesehen, dass das Cover sich auch verdammt ähnelt.
Ein Projekt was damit wirbt, dass "Mordanschläge, Drogen und Nutten" (Zitat der Kampagne) darin vorkommen, macht schon von Hause aus auf sich aufmerksam. Wenn dann noch die Grafik echt schick aussieht und das Regelwerk bereits komplett zum Download bereit steht und ein spannendes interaktives Spielgefühl verspricht, dann muss man ja förmlich zuschnappen. Oder doch nicht?
Viele haben es ja schließlich probiert ein Mafiabrettspiel auf den Markt zu werfen. Von Hause aus scheint diese Gangsterthematik besonders heikel zu sein, da schwer umzusetzen. Viele Spielmechaniken müssen besonders interaktiv daherkommen und das Spiel darf nicht zum puren Strategietitel werden. Das Ergebnis sind leider allzu oft völlig unberechenbare, glückslastige Würfelorgien.
Den besten Job in Sachen Thematik hierbei hat für mich noch immer Mafia City gemacht. La Cosa Nostra sieht aber dennoch interessant aus. 26,00 € für das Spiel inkl. Versand sind zudem keine allzu hohe Hürde. Schon allein das Artwork fasziniert. Man darf also gespannt sein, ob das Projekt die angestrebten 9500,00 € packt. Bald gehts los.
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10.04.2014

Finanziert auf indiegogo - Wil Wheaton´s Tabletop

Neues Newsformat zu neuer Crowdfundingplattform. Nach Kickstarter, der Spieleschmiede und startnext kommt jetzt noch indigogo dazu. Grund hierfür ist in erster Linie die derzeit sehr erfolgreich verlaufende Finanzierung der dritten Staffel von Wil Wheaton´s Tabletop. Und so heißt es nicht etwa „Stirb Wil Wheaton, stirb!“, sondern „spenden was das Zeug hält“.

Die Serie um das Thema Brettspiel und seinen bärtigen geekigen B-Promi Wil Wheaton geht finanziell gesehen erstmals eigene Wege. Nach zwei Jahren der Google-Finanzierung sollen nun die Zuschauer das nötige Kleingeld liefern, dass auch dieses Mal wieder das Hobby der Brettspiele massentauglich präsentiert werden kann.

Kein Wunder ist es allerdings, dass die angestrebten 500.000$ (in Worten: Eine halbe Million Dollar!) locker erreicht werden. Keine Frage also, dass Tabletop in ein weiteres Jahr geht. Vielmehr muss sich nun zeigen, wie viele Folgen es geben wird? Sollte die Marke von 750.000$ erzielt werden, dann erfreuen wir uns nicht nur an 15 sondern 20 Episoden. Sollte die Million geknackt werden, dann gibt es das selbsternannte „Herzensprojekt“ von Wheaton – eine RPG-Episode.

Die einzelnen Pledgelevels reichen von 5,00$ für ein virtuelles High-Five bis hin zu 10.000$ für einen Abend mit der Crew.

Wer also eine wirklich lustige und unterhaltsame Show unterstützen möchte, der hat noch gut 30 Tage dafür Zeit. Bis dann endlich die dritte Staffel ausgestrahlt wird, müssen wir uns allerdings mit den Wiederholungen der alten Staffeln begnügen.
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07.04.2014

Neu auf Kickstarter - 15. Kalenderwoche


Polizei, Träume und Bananenrepublik. Was eine tolle Einleitung. Dennoch sind die heutigen Projekte jedes auf seine Art interessant. Alle haben gemeinsam, dass sie von kleinen Firmen produziert werden - also so ganz nach dem Urgedanken von Kickstarter. Damit verbunden aber auch immer teurere Preise und unklare Qualität. Ein genauer Blick ist demnach empfehlenswert.
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03.04.2014

Navajo Wars - Reisebericht und Geschichtsstunde

Reiseberichte werden meiner Meinung nach viel zu selten bei Brettspielblogs angeführt. Gehen wir also einfach mal neue Wege.

Der Süd-Westen in den USA ist schon toll. Der Westernklassiker Monument Valley, der Grand Canyon, der Arches National Park, die unendliche Weite und die filmreifen Sonnenuntergänge. Ich gebe es zu: Ich bin Fan!
Der Süd-Westen ist aber auch die Heimat der Navajo-Indianer. Damit hier jetzt auch mal ein gut recherchierter Artikel veröffentlich wird, zitiere ich Euch dann auch mal ganz frech die Einleitung des passenden Wikipedia-Artikels.

*Nachhilfestunde Geschichte der Indianer an* 
 
Die Navajo, auch Navaho oder Dinégenannt, sind mit rund 332.100 Stammesangehörigen das zahlenmäßig zweitgrößte aller indianischen Völker in den Vereinigten Staaten. Vergleicht man sie aber mit anderen Stämmen, so stellen sie bei der Zahl derer, die sich beim US-Zensus von 2010 ausschließlich mit einer einzigen Stammeszugehörigkeit identifizierten und nicht gleichzeitig noch mit anderen Stammesgruppierungen oder dort abgefragten Rassen oder Zugehörigkeiten, den größten Anteil.
Sie leben verstreut im nordwestlichen New Mexico, im nordöstlichen Arizona, im südöstlichen Utahund in anderen Teilen der USA. Im Nordosten Arizonas liegt die Navajo Nation Reservation, das bis nach New Mexico und Utah hineinreichende sowohl an Bevölkerungszahl als auch flächenmäßig größte Reservat der USA, in dem etwas mehr als die Hälfte aller Navajo leben.
 
*Nachhilfestunde Geschichte der Indianer aus* 

 
Warum erzähle ich Euch das? In Navajo Wars von GMT dürfen wir wahlweise in bester Solo-Spieler-Mentalität die Geschichte der Diné nachspielen (das Ganze geht zwar auch semikooperativ mit zwei Spielern, aber das ist doof). Dabei wählen wir aus drei unterschiedlichen Geschichtsepochen: Spanische Invasoren, Mexikanische Okkupation, US-Amerikanische Unterdrückung. Für die ganz Mutigen (und auch die Spieler, die besonders viel Zeit mitbringen) können wir auch alle drei Kampagnen aneinanderreihen.

Für mich als bekennenden Geschichtscrack kam Navajo Wars fast wie von selbst in den Fokus. Wenn man dann auch schon mal vor Ort gewesen ist und sämtliche Navajo-Stätten besucht hat, dann muss der Titel auch ins Spieleregal.

Beim Öffnen besticht Navajo Wars nicht allein durch die mittlerweile fast schon gewohnte GMT-Deluxe Ausstattung. Gute Kartenqualität, zahlreiche ausführliche Spielerhilfen, ein ausführliches Tutorial zum erleichterten Spieleinstieg (im Übrigen auch online als Video). Besonders angetan hat es mir dabei jedoch der Spielplan. Auf die wesentlichen Dinge heruntergebrochen zwar lediglich eine Verknüpfung von Landschaftspunkten, aber im Detail für den Kenner fast schon ein kleines Kunstwerk. Die Details sind hierbei das, was das Spielerherz höherschlagen lassen. So sind die Wegpunkte beispielsweise als unterschiedlich farbige Perlen dargestellt. Dazu die Information, dass eben jene Perlen heute an jeder Straßenecke von Navajo-Indianern als Schmuck verkauft werden und sich auch mir Rucksacktourist als „typisch Navajo“ins Gehirn gebrannt haben. Immer wieder tauchen auch kleinere andere Details auf. Stammestypische Werkzeuge, Nahrung und Kunst. Das gesamte Spiel ist fast schon so etwas wie eine kleine Zeitreise zurück in die Zeit gewesen, in der ich vor Ort war.


Spielerisch ist Navajo Wars auch typisch GMT. Viele verschachtelte Regeln, bei denen auch nach zahlreichen Partien dem Spieler der Blick in die Spielerhilfe nicht erspart bleibt. Die ersten Partien müssen als Lernpartien angegangen werden.
Vom Spielprinzip ist das Ganze dabei eigentlich verblüffend simpel. Ein zuvor zusammengebauter, Szenario abhängiger Ereigniskartenstapel wird nach und nach abgearbeitet. Dabei stehen dem Spieler grundsätzlich drei Standardaktionen zur Verfügung, welche ihm helfen auf den Zug der künstlichen Intelligenz (der Begriff passt hier wirklich – mehr dazu später) bestmöglich zu reagieren oder im Besten Falle diesem vorzubeugen.

Die drei eigenen Aktionen splitten sich jedoch in eine Aneinanderreihung an Ausführungsoptionen auf, die so komplex und statisch wirken, dass die Spielerhilfe zum ständigen Begleiter wird. Navajo Wars spielt sich leider so gar nicht intuitiv und verliert sich leider allzu häufig in Regeldetails und schematische Abarbeitung von Tabellen und Listen. So kommt gerade bei den ersten Partien das Spiel viel mehr Arbeit als Vergnügen gleich.


Wo Navajo Wars allerdings unzweifelhaft besticht, ist bei dem Aufbau der künstlichen Intelligenz. Je nach Szenario kann dabei der Gegner auf eine vordefinierte Palette an Aktionsmöglichkeiten zurückgreifen, welche anhand von Aktionspunkten ausgeführt oder eben bei Nichtausreichen der Punkte verschoben werden müssen. Die möglichen Aktionen variieren dabei auf einem Aktionsleiste und sind so bereits stetig einsehbar und auch abschätzbar, wann diese eintreten. Der große Vorteil dieser Mechanik ist die Planbarkeit, welche nur gelegentlich durch Würfelergebnisse und dem damit verbunden Austauschen der Order über Bord geworfen wird.

Navajo Wars grenzt sich somit entscheidend von anderen reinen Solitärspielen ab, welche leider allzu oft rein glückslastig und zufällig wirken und bei denen eigene Aktionen fast ausschließlich als Reaktion auf das eben eingetretene Ereignis dienen. Hier will eine Strategie langfristig aufgebaut werden. Vieles ist planbar und Fehler werden hart bestraft. Schnell ist die beste Planung dahin, wenn die gut 10% Wahrscheinlichkeit dann eben doch eintritt und das schädliche Ereignis früher als erwartet eintritt.


Navajo Wars benötigt einiges an Einarbeitung. Echte Strategie entwickelt sich erst nach ca. drei Partien. Erst dann beginnt man zu verstehen, wann und warum zu bestimmten Zeitpunkten die einzelnen Aktionen zu wählen sind. Die Abarbeitung der Listen wirkt auch dann leider immer wieder antiklimatisch in einem sonst recht schönen, historisch korrekt aufgebauten, thematischen Spiel. Auch nach mehreren Partien wollen sich manche der unzähligen Schritte und Ereignisse einfach nicht in den Kopf einbrennen.

Navajo Wars überzeugt jedoch für die kurze Zeit, die ein einzelnes Szenario dauert (ca. 2 Stunden). Dabei wird nicht nur thematisch sondern auch schwierigkeitstechnisch einiges an Abwechslung geboten. Für ein komplettes Wochenende empfehle ich die Gesamtkampagne, wobei ich dann doch lieber zu den abgeschlossenen Szenarien tendiere.

Vielen Dank an GMT Games für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Navajo Wars von Joel Toppen
Erschienen bei GMT
Für 1-2 Spieler in ca. 120 Minuten
Boardgamegeek-Link





sämtliche Bilder sind von www.boardgamegeek.com bzw. vom jeweiligen Verlag (hier GMT)
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31.03.2014

Neu auf Kickstarter - 14. Kalenderwoche


Greater Than Games ist also zurück auf der Bühne, wo der Erfolg des Verlages seinen Lauf nahm. Das Multiverse wird standesgemäß weitergeführt, doch auf einer anderen Spieleplattform - dem Miniaturenspiel. Fans der Freedom Five dürfen demnach gespannt sein. Außerdem geht es in den heutigen Kickstarternews um den Bruder des PC-Klassikers Fallout und eine handfeste Copyrightverletzung der Schriftart der BoardgameMonkeys.
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27.03.2014

Aktuell in der Spieleschmiede - Sankt Petersburg

 
Ja ich weiß, dass ich spät dran bin. Na und? Denn schon in der Schule hat man gelernt, dass Wiederholtes sich besser verfestigt. Hier also meine News in Sachen neues Projekt in der Spieleschmiede.
Nun also Sankt Petersburg. Die deutsche Crowdfundingplattform Spieleschmiede legt ja in letzter Zeit so richtig los. Mit der aktuellen Kampagne wird erstmals aber kein komplett neues Spiel schwarmfinanziert, sondern die Neuauflage eines im Jahre 2004 erschienen Spiels, was mit Platz 140 der ewigen Bestenliste auf Boardgamegeek der Mehrheit der Spieler zu gefallen scheint. Ich zu meiner Schande muss hier die Bildungslücke zugeben und erkläre hiermit, dass ich Sankt Petersburg nicht kenne. So jetzt ist es raus!
Initiator des Projektes ist dabei erstmalig ein großer Verlag, nämlich Hans im Glück Spiele, der auch maßgeblich an der Projektidee die Zügel in die Hand genommen zu haben scheint.
Aber was ist neu an Sankt Petersburg? Abgesehen von der grafischen Komplettüberarbeitung wird es eine fünfte Spielphase und den damit integrierten fünften Spieler geben. Positiv für Nostalgiker: Die Neuauflage wird auch weiterhin nach den alten Regeln spielbar sein - nur dann eben ohne den fünften Zar am Tisch.
35,00 EUR inkl. Versand ist beim Projekt die günstigste Förderstufe und damit als leicht gehobenes Preissegment zu bezeichnen. Für kleines Geld gibts Minierweiterungen und extra Spielgeld.
Interessant am Sankt Petersburg-Projekt ist die Integrierung von internationalen Größen der Spielszene auf Karten oder Geldscheinen. Diese wurden nicht etwa vorgegeben, sondern per Abstimmung unter den Spielern demokratisch gewählt. Also so ganz unrussisch.
Das Fundinggoal wurde erwartungsgemäß bei einem solchen Großprojekt bereits mehrfach übertroffen, sodass aktuell Jagd auf diverse Stretchgoals gemacht wird, welche aber im Laufe der Kampagne erst durch den Verlag hinzugefügt werden müssen.
Kritisch betrachten muss man das Projekt dennoch. Auch bei der Spieleschmiede tritt nun ein etablierter Verlag beim Crowdfunding ins Rampenlicht. Eigentlich ist das oft zitierte Ziel der Schwarmfinanzierung ja denen eine Stimme und Möglichkeit zu geben, die es ohne die Mithilfe der "Mitschwärmer" nicht schaffen können. Das Gefühl, dass große Verlage das Produktionsrisiko auf die Endverbraucher abdrücken wollen, bleibt also als Beigeschmack. Dabei muss man aber beachten, dass die Spieleschmiede ein abgewandeltes Konzept des Crowdfundings betreibt, in welchem eben nicht der Spieler-Normalo mit seinem neusten Projekt um Spenden wirbt, sondern bereits in der Vergangenheit stets Verlage involviert waren - nur eben keine solchen Größen wie jetzt Hans im Glück Spiele.
Wie seht Ihr die Entwicklung?

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24.03.2014

Neu auf Kickstarter - 13. Kalenderwoche


Richard Ham, besser bekannt als Rahdo, gehört ja mittlerweile schon zu den Größen der Brettspielszene. Diese Woche bittet er um das nötige Kleingeld sein Projekt weiter fortsetzen zu dürfen. Wer mehr erfahren will, der liest einfach weiter.
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